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Bridge Port Extension - BPE

Anatol Badach
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Beschreibung
Bridge Port Extension – BPE

 

Heutige Netzwerke basieren auf der Ethernet-Technologie, verwenden das Internet Protocol (IP) und sind in Form einer Multilayer-Architektur aufgebaut. In ihnen ist eine rasante Verbreitung von sog. Layer-2-Switches (L2-Switches) zu erkennen, während die Kommunikation überwiegend zwischen – als Clients bezeichneten – Arbeitsplatzrechnern und Servern stattfindet. In modern strukturierten Netzwerken führt eine derartig verlaufende Kommunikation dazu, dass die Hauptaufgabe der L2-Switches darin besteht, zuerst auf der Sendeseite die Ströme von Ethernet Frames zu bündeln und dann diese gebündelten Ströme auf der Empfangsseite wiederum auf kleinere Ströme von Ethernet Frames aufzuspalten.

 

Diese Funktionen – also zuerst Bündelung (Aggregation) und dann Aufspaltung (Deaggregation) von Datenströmen, die weitgehend den in herkömmlichen Übertragungssystemen oft realisierten Funktionen Multiplexing und Demultiplexing entsprechen – können in Netzwerken mit L2-Switches effektiv mithilfe von Netzwerkkomponenten, die auf dem Prinzip der Aggregation/Deaggregation basieren, realisiert werden. Diese Idee wird im unter der Regie des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) entwickelten Konzept von Bridge Port Extension – kurz BPE – verwirklicht und führt dazu, dass man einige L2-Switches im Anschlussbereich durch sog. Port Extender (PE) ersetzen kann, wodurch einfachere, baumförmige Netzwerkstrukturen entstehen. Der Einsatz von Port Extenders in Netzwerken – also einer Art von Aggregatoren/Deaggregatoren statt „echter“ L2-Switches – vereinfacht die Netzwerkinfrastruktur merklich und wird in Zukunft mit Sicherheit auch zur Reduzierung von Investitionskosten führen.

 

Es sei hervorgehoben, dass die L2-Switches in allen Standards von IEEE noch als Bridges bezeichnet werden. Die Entwicklung von BPE bei IEEE koordiniert die Arbeitsgruppe 802.1Qbh, sodass man auch vom Standard IEEE 802.1Qbh spricht. Dieser Standard, der eine Ergänzung zu den Standards IEEE 802.1ah und IEEE 802.1Qbg darstellt, kann als Rahmenwerk (Framework) angesehen werden, welches sowohl beschreibt, wie PEs aufgebaut werden und wie sie funktionieren, als auch auf das Port Extension Control and Status Protocol (PE CSP) eingeht, mit dem ein L2-Switch alle PEs zusammen mit dessen dorthin ausgelagerten Ports ansteuern kann.

 

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Autor
  • Anatol Badach
    Prof. Dr.- Ing. Anatol Badach

    Seit 1985 Professor im Fachbereich Angewandte Informatik an der Hochschule Fulda Jahrgang 1947; •Studium Elektronik, Schwerpunkt Rechnersysteme, an der TU Danzig/Gdansk, •Promotion (1975) auf dem Gebiet Datenkommunikation, •Habilitation (1983) auf dem Gebiet Rechnernetze 1975 ‑ 1985: Forschung und Leitung mehrerer Projekte mit informations-...