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    E-Interview mit Markus Walter (Walter Visuelle PR GmbH) zum Thema: Kommunikation trotz Krise

    E-Interview mit Markus Walter (Walter Visuelle PR GmbH) zum Thema: Kommunikation trotz Krise
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    k. A.
    Beschreibung

    Worin sehen Sie die Chancen, in schwierigen Zeiten, konkret beginnende Megarezession, als Unternehmen an Märkte, Partner (und wen noch?) zu kommunizieren?

    In wirtschaftlich schwierigen Zeiten überlegen Unternehmen naturgemäß, wo sie Ausgaben kürzen können. Gerade bei externen Dienstleistungen wird dann häufig geprüft, ob interne Ressourcen bestehen, um solche Projekte auch aus den eigenen Reihen zu bestehen. Dieses Vorgehen ist durchaus nachvollziehbar. Wir empfehlen Unternehmen mit solchen Überlegungen, zunächst einen internen "Krisenworkshop" mit den eigenen Mitarbeitern durchzuführen. Gegebenenfalls kann auch ein externer Berater hinzugezogen werden. Gemeinsam sollte hierbei zunächst über eine neue Ausrichtung der Kommunikation nachgedacht und neue Verantwortlichkeiten festgelegt werden. Denn:

    Mit der Kommunikation stark nachzulassen oder gar komplett aufzuhören, kann schwerwiegende Folgen haben. Angesichts der schwachen Konjunktur und rückläufiger Aufträge muss ein Unternehmen sein Profil weiter schärfen, damit Interessenten und Kunden wissen, wofür das Unternehmen steht, und welche Produkte und Dienstleistungen es anbietet. Wer hier nicht aktiv ist, läuft Gefahr, künftig gar nicht mehr wahrgenommen zu werden. Wichtig ist allerdings die Konzentration auf elementare Aussagen und deren ständige Wiederholung. Hier kann man von der Werbung lernen: Nur Spots und Anzeigen, die jahrelang und ausdauernd immer wieder die gleichen Claims wiederholen, sind dem Verbraucher im Gedächtnis. Ein Unterschied zur Werbung ist, dass die PR ihre Botschaften immer wieder neu verpacken muss.

    Zu vermeiden ist allerdings purer Aktionismus. Es nützt nichts, wenn jetzt spontan beliebige Aktionen losgetreten werden, in der Hoffnung, dass die Zielgruppe einen dann auf jeden Fall wahrnimmt. Ganz entscheidend ist vielmehr, dass die vorhandenen Mittel sinnvoll und geplant eingesetzt werden. Hierzu muss ein Unternehmen seine Zielgruppe, seine Wettbewerber und auch die eigenen Stärken und Schwächen genau kennen. Eine strategische Planung der Kommunikationsmaßnahmen sowie exakt definierte Ziele sind ebenso wichtig wie eine spätere Kontrolle, ob die erzielte Wirkung auch eingetreten ist. Unsere Agentur startet in der Zusammenarbeit mit neuen IT-Kunden daher immer mit einem Workshop, in denen diese grundsätzlichen Parameter einer neuen Kommunikationsstrategie festgelegt werden. So vermeidet man, das Budget für unsinnige Aktivitäten auszugeben, die zwar verlockend klingen, aber nicht letztlich nicht zielführend sind.

    Wie kann das unter Budgetrestriktionen etc. trotzdem gelingen?

    Gemeinsam mit einer Partneragentur, ://bunte büffel in Karlsruhe, hat Walter Visuelle PR eine Studie unter 253 Unternehmen aus der IT-Branche durchgeführt (www.suedwester.net). Die Ergebnisse zeigen, wie die IT-Anbieter sich künftig aufstellen werden, welche Branchen als Zielmärkte im Fokus stehen und auch, welche Kommunikationsstrategien die Unternehmen verfolgen. Diese Erkenntnisse aus dem deutschen IT-Markt werden wir künftig als Basisinformationen verwenden, wenn mit IT-Unternehmen die Kommunikation neu geplant wird. Sie helfen dabei, eigene USPs und Besonderheiten herauszuarbeiten und sich von der Masse abzugrenzen. IT-Unternehmen haben auch bereits erkannt, dass dies die richtige Strategie ist: Die Mehrheit der Befragten unserer Studie ist der Meinung, dass mutigere Aussagen in Werbung und PR zu mehr Erfolg führen würden.

    Generell sollten IT-Unternehmen sich aus unserer Sicht mit allen PR- und Marketingaktivitäten gerade in wirtschaftlich schwierigen auf Kernbotschaften konzentrieren und diese Maßnahmen aufeinander so abzustimmen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt die Wahrnehmung bei der Zielgruppe möglichst groß ist. Hierzu muss man erstens in Projekten denken und bestimmte Aktionen zweitens schon frühzeitig "einläuten", um beispielsweise bei einer Hausmesse auch genügend Teilnehmer begrüßen zu können. Dass PR, Marketing und Vertrieb dabei Hand in Hand arbeiten, ist unverzichtbar.

    Darüber hinaus raten wir dazu, kreativ zu werden und die Kommunikation auf Leadgenerierung auszurichten. Beratungskunden gehen beispielsweise dazu über, ihr Know-how nicht kostenfrei auf Webseiten preiszugeben, sondern hierfür Kontaktangaben von Nutzern einzusammeln. Kreativität ist dabei das Schlüsselwort. Meldungen und Aktionen nach dem "Me-too"-Prinzip, also das Abkupfern von dem, was Dritte bereits (womöglich seit Jahren) kommunizieren, können nicht erfolgreich sein. Dagegen sollte der Wettbewerb genau beobachtet und analysiert werden, um einen ähnlichen oder sogar austauschbaren Auftritt am Markt zu vermeiden.

    Welches sind die häufigsten Fehler, die Unternehmen hierbei vermeiden sollten?

  • Keine oder mangelnde Planung
  • Sich Aktionen oder Themen beim Wettbewerb abschauen/abkupfern
  • Reagieren statt agieren
  • Verzicht auf die Definition messbarer Ziele
  • Dialog
     
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    Autor
    • Markus Walter
      Markus Walter

      Seit 1996 ist Markus Walter Geschäftsführer der PR-Agentur Walter Visuelle PR GmbH, Wiesbaden (firmierte bis 2003 unter Presseagentur Walter GmbH). Nach dem Studium der Elektrotechnik war er in Marketing- und Vertriebspositionen in IT-Unternehmen tätig. Im Rahmen seiner Tätigkeit berät Markus Walter mittelständische Unternehmen sowie Startups aus der IT-...

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