Hängt es mit dem Börsengang von Google zusammen oder haben sich die überzeugenden Vorteile von bezahltem Suchmaschinenmarketing (Paid Listing, Keyword Advertising) langsam herumgesprochen? Wie auch immer: Paid Listing ist derzeit eines der heißesten Themen im Online-Marketing. Die Marktforscher von Enders Analysis Ltd. prognostizieren in ihrer Studie „Online Advertising Europe 2004“, dass in diesem Jahr ca. 40 Prozent der gesamten Online-Werbeumsätze in Großbritannien auf Paid Listing entfallen. Für Deutschland wird erwartet, dass der Anteil von Keyword Advertising bis 2006 auf 35 Prozent zunimmt. Längst sind Tools und Technologien auf dem Markt, die das Management und die Realtime-Optimierung von Keyword-Kampagnen mit tausenden von Suchbegriffen ermöglichen.
Über 90 Prozent der Internet-User nutzt Suchmaschinen. Häufig werden Websites nicht direkt angesteuert, sondern über Suchmaschinen per Suchbegriff gefunden. Hier setzt Keyword Advertising an. Fast alle Suchmaschinenvermarkter ‑ wie Google, Ouverture oder Espotting ‑ bieten die Möglichkeit, effizient und zielgerichtet Anzeigen zu platzieren, die nur derjenige zu sehen bekommt, der nach dem entsprechenden Suchbegriff geforscht hat. Bezahlt wird pro Klick (CPC), und die Anzeigenplätze, das heißt, ob ein Eintrag als Erstes oder auf einem der folgenden Plätze zu sehen ist, werden im Bietverfahren versteigert. Dem Werbetreibenden bieten sich dabei zwei Vorteile: Erstens werden gezielt Nutzer angesprochen, die bereits durch Eingabe eines Suchbegriffs ein Interesse signalisiert haben (hohe Konversionsrate), und zweitens ist das „Cost per Click“-Modell höchst effizient und attraktiv für ROI-orientierte Kampagnen.
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