Online Marketing ist nicht Marketing online - Im Web 2.0 müssen alte Denkmuster in Frage gestellt werden
Für viele Unternehmen ist Online Marketing noch immer kaum mehr als ein weiterer Werbeträger, der mit klassischen Mitteln bedient wird. Viel zu häufig noch werden die Eigenheiten des Internets und des Web 2.0 einfach ignoriert. Und so können die Marketing-Bemühungen der Unternehmen mitunter sogar gänzlich ungewollte Folgen haben.
Zu den zahlreichen Dingen, die vom Aufkommen des Internets massiv beeinflusst wurden, gehört sicherlich auch das Marketing. Dieses wird im klassischen Sinne eher als eine Funktion angesehen und oft mit Werbung und Verkauf gleichgesetzt. Fachleute sprechen vom Marketing-Mix, der neben Werbung und Verkauf weitere Aspekte des Marketings berücksichtigt. In dieser Sichtweise wird Marketing also vor allem über seine Aufgaben definiert. Zu diesen einzelnen Aufgaben konnten Unternehmen in den letzen Jahrzehnten zahlreiche Erfahrungen sammeln und gewinnbringend umsetzen.
Mit dem Aufstieg des Internets zum neuen Massenmedium entstand aber auch das Online Marketing, welches seitdem in vielen Unternehmen einfach als ein neuer Werbeträger verstanden und mit den klassischen Methoden bedient wird. Typisch für diese Art des Online Marketings sind dann Werbebanner, Pop-Ups oder Layer-Ads. Diese Sichtweise kann sich jedoch auch negativ auf Unternehmen auswirken (was im Verlauf dieses Beitrags an zwei Beispielen verdeutlicht werden soll). Vielleicht sollte man sich beim Online Marketing einmal auf Philip Kotler zurückbesinnen. Für den amerikanischen Marketing-Pionier war Marketing eher eine Philosophie bzw. Geissteshaltung innerhalb der Betriebswirtschaftslehre. Dies würde auch das Online Marketing in einen anderen Blickwinkel rücken und den Besonderheiten des Internets weitaus eher gerecht werden. Denn spätestens mit dem neuen Hype um das Web 2.0 wird vielen klar, dass der Markt Internet eigene Gesetzmäßigkeiten hat und Effekte hervorruft, bei denen klassische Marketinginstrumente nicht mehr funktionieren. Das Schalten von Bannerwerbung auf reichweitenstarken Internetauftritten reicht nicht mehr aus und ist oft auch nicht mehr sinnvoll.
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