Wer unter Stress steht arbeitet nicht besser
Die Wirkung unrealistischer Projekttermine auf Mitarbeitermotivation und LeistungIn den letzten Jahren hat die Bedeutung der Projektarbeit immer weiter zugenommen. Durch die zunehmende Komplexität der an die Unternehmen gestellten Anforderungen in Produktentwicklung, Organisationsgestaltung, individueller Dienstleistungserstellung und vielen anderen Bereichen lassen sich die anfallenden Aufgaben nicht mehr als „Routinevorgänge“ im Tagesgeschäft organisieren sondern bedürfen einer eigenständigen Organisation – der Organisation nach Projekten. Indikator dafür, dass Größe und Bedeutung der Projektarbeit zunimmt ist der Anteil der Projektkosten an den jährlichen Gesamtkosten der Unternehmen, der bereits bei 22% der Unternehmen über der Hälfte der Kosten liegt.
Das Magische Dreieck des Projektmanagements
Entsprechend der gestiegenen Bedeutung der Projektarbeit kommt auch dem Projektmanagement eine gesteigerte Bedeutung zu. Projekte sind in sich geschlossene Vorhaben, die durch Einmaligkeit der Zielvorgabe und Zuordnung bestimmter Ressourcen (z.B. Zeit und Kosten) gegenüber anderen Vorhaben abgegrenzt werden. Erfolgreiches Projektmanagement muss demnach vor allem drei Faktoren im Auge behalten um einen erfolgreichen Projektabschluss sicherstellen zu können: die Projektkosten, die Qualität der erbrachten Leistung und der Projekttermin. Diese drei Punkte werden auch als das Magische Dreieck des Projektmanagements bezeichnet.
Der Problemfall Projekttermin
Doch gerade beim Punkt „Einhalten des Projekttermins“ gibt es in der Praxis immer wieder Probleme. Ein prominentes Beispiel dafür ist das Mautprojekt. Bei Softwareprojekten sind Kosten- und Zeitüberschreitungen von 100%-200% sind durchaus üblich, Projekte werden häufig dann als erfolgreich klassifiziert, wenn die Überschreitungen weniger als 30% betragen. Man könnte fast sagen, es gehört schon zum guten Ton, ein Projekt zu spät abzuschließen. Doch damit nicht genug. Häufig werden Projekte nicht nur zu spät fertig; zudem kommt die Qualität der Leistungserstellung dem ursprünglich vorgesehenen Leistungsumfang nicht mal mehr nahe. Es stellt sich die Frage warum das so ist. Die Antwort darauf lautet, dass häufig die Projekttermine völlig unrealistisch festgelegt werden, so dass selbst der beste Projektleiter – bei vorgegebenen Anforderungen an die Qualität und vorgegebenem Budget – diese nicht einhalten könnte. Der Grund dafür ist der weit verbreitete Irrglaube, dass Mitarbeiter besser arbeiten, wenn sie einem gewissen Druck ausgesetzt sind. Doch Personen unter Zeitdruck arbeiten nicht besser, sie arbeiten höchstens schneller – und das meist auf Kosten der Qualität.
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Karriere im Projektmanagement: Warum parameta als Arbeitgeber so spannend ist!Themenspecial | 12.8.2011
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