PERSONALMARKETING. Die soziale Akzeptanz von Assessment-Centern kann gesteigert werden. Voraussetzung ist eine transparentere Gestaltung.
Obwohl in vielen Unternehmen Personalbeschaffung und -auswahl sehr aufwändig und kostenintensiv betrieben werden, erfolgt nur selten eine systematische Erfolgskontrolle für das Personalmarketing. Die Perspektive der Bewerber im Auswahlprozess wurde von den Unternehmen lange Zeit vernachlässigt. Erst seit Ende der 70er Jahre beschäftigen sich Forschung und Praxis intensiv mit dem Erleben, Entscheiden und Handeln der Bewerber in der Auswahlsituation. Diese Thematik wird unter dem Begriff „soziale Validität“ oder „soziale Akzeptanz“ zusammengefasst. Ihre Bedeutung darf von Unternehmen nicht unterschätzt werden: Akzeptiert der Bewerber den Auswahlprozess nicht, kann dies zu einem vorzeitigen Verlassen oder einer kompletten Ablehnung führen. Weiter können sich die von einem Bewerber während eines Auswahlprozesses gemachten Erfahrungen auch noch über die akute Bewerbungssituation hinaus auswirken. Man spricht dabei von so genannten „spillover“-Effekten in andere Bereiche, von der Einstellung gegenüber der Organisation bis hin zum Konsumentenverhalten der Bewerber.
Erschienen im Personalmagazin 08/2007, mit freundlicher Genehmigung des Rudolf Haufe Verlags. Das Personalmagazin können Sie hier bestellen.
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