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    Interview von sapinfo.net mit Stephan A.Jansen

    Stephan Jansen
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    Beschreibung
    "Deutschland ist beim "Public Electronic Procurement" weit abgeschlagen"

    In Ihrer Studie zum Public Electronic Procurement (PEP) kommen Sie zu dem Schluss, dass deutsche Behördern Milliardensummen einsparen könnten, wenn Sie Sachmittel und Dienstleistungen auf elektronischem Wege beschaffen würden. Worin sehen sie derzeit die gravierendsten Defizite bei der Arbeit der Behörden?

    Jansen: Es sind weniger die Defizite in der bisherigen Arbeit der Behörden als vielmehr die üblichen Medienbrüche in dem Prozess der öffentlichen Ausschreibungen - sowohl für den Auftraggeber als auch für den Auftragnehmer bei der Erstellung eines Angebots. Allein die bisher in Amtsblättern zu publizierenden Ausschreibungen kosten die deutschen Behörden pro Transaktion bis zu 600 Euro. Die Prozesskosten bei der Vervielfältigung der Verdingungsunterlagen lassen sich durch die Digitalisierung vollständig einsparen. Auch die Auftragnehmer können bei einer digitalen Angebotsabgabe erheblich Prozesskosten einsparen. Durch die Nutzung von Dienstleistern wie die cosinex GmbH in Witten können neben der reinen Bekanntmachung bei komplexen Leistungen geeignete Auftragnehmern identifiziert und angesprochen werden. Dies erfolgt heute bereits durch ein E-Mail-Abbonnement-Service für zuvor nach Produkt und Erfüllungsort spezifizierte Ausschreibungen voll automatisch, so dass sich die Reichweite deutlich erhöht. Bei dem Internetmarktplatz cosinex haben beispielsweise über 50 Prozent der Auftragnehmer bisher noch nie mit der Öffentlichen Hand zusammengearbeitet, so dass durch die elektronische Beschaffung hier auch vollkommen neue Unternehmen anbieten. Das ist der eigentliche Mehrwert der Beschaffungsdienstleister in diesem Markt.


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    Autor
    • Stephan Jansen
      Prof. Dr. Stephan Jansen

      AUSBILDUNG 1990 ‑ 1992 Ausbildung zum Bankkaufmann 1992 ‑ 1993 Zivildienst bei Deutschen Roten Kreuz 1993 ‑ 1997 Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Universität Witten/Herdecke sowie Tokyo Kezai University und New York University. 1998 ‑ 2003 Promotion an der Universität Witten/Herdecke (summa cum laude) VISITING SCHOLARSHIPS ...

    Herausgebende Organisation