Entschließt sich ein Konzern von der Größe der DaimlerChrysler AG, eine durchgängige eBusiness-Strategie umzusetzen, spielen sich Vorbereitung und Entwicklung geraume Zeit von außen fast unbemerkt ab. Bis der Paukenschlag kommt ‑ in Form von Best Practise Lösungen.
Mehrere E-Initiativen wie das Mercedes-Benz-Portal oder eine Einkaufsplattform startete die DaimlerChrysler AG bereits im Jahr 2000. Ebenfalls in diesem Zeitraum gewann mit den ersten Business-to-Employee-Bemühungen das Projekt ePeople an Kontur. „Zwei Schwesterprojekte entstanden: das Employee-Portal, über das alle Mitarbeiter webbasierte Applikationen und Informationen des Konzerns erreichen sowie ,ePeople’ - das bisher größte Projekt des Personalbereiches,“ erinnert sich Projektleiter Dr. Stefan Rentzsch von Sichart. Auftrag des Projekts ePeople ist, ein neues Personalsystem mit standardisierten Prozessen für alle DaimlerChrysler-Standorte in Deutschland zu entwickeln und einzuführen.
Im Nachgang des Mergers und auf der Basis der positiven Erfahrungen der Chrysler-Kollegen mit dem entsprechenden PeopleSoft-Angebot fiel die Entscheidung für diese Software als strategisches Tool im Bereich Human Ressources (HR). „Es war an der Zeit, die Individualsoftware des Konzerns abzulösen. Künftig werden 80 Prozent aller DaimlerChrysler-Mitarbeiter weltweit mit PeopleSoft bedient, bearbeitet und verwaltet werden. Der stufenweise Rollout hat mit den Vorabmodulen Bewerbungs- und Kompetenzmanagement sowie der Mitarbeiterbörse im November 2001 begonnen,“ beschreibt Dr. Rentzsch von Sichart einzelne Schritte auf dem sich über Jahre erstreckenden Weg.
Die Umstellung auf eine webbasierte HR-Bearbeitung erforderte zuerst einmal, sich auf 180 Standard-Personalprozesse, die künftig deutschlandweit an 15 Standorten und 35 Niederlassungen gelten werden, zu einigen und zu beschreiben. Deutlich wird diese Mammutaufgabe an einem praktischen Beispiel, das Dr. Rupert Felder, Prozesskoordinator im Projekt ePeople, plastisch schildert.
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