1. Das Problem
Das Recht auf Berufstätigkeit im Sinne auch sozialer Billigung wird den Frauen heute kaum noch streitig gemacht. Anders verhält es sich jedoch, wenn Frauen nicht nur einen "Job" wollen, sondern auch eine Karriere, also ein energie-und zeitintensives, in eine Führungsposition mündendes berufliches Engagement. Hier scheint gegenwärtig die soziale Toleranzgrenze zu liegen: weibliche Berufstätigkeit nur insoweit, wie sie mit der Familienrolle der Frau ("Mutter und Hausfrau") nicht (allzusehr) kollidiert! Ein Zweites dürfte aber noch hinzukommen: Mit dem Anspruch auf Führung und Autorität im beruflichen Bereich - und im hier interessierenden Bereich der privaten Wirtschaft noch besonders - kündigt die Frau ihren (untergeordneten) "Platz" im beruflich-funktionellen Ranggefüge, ein Vorgang, der manchen (und nicht nur den Männern!) Unbehagen bereiten mag. Ursache und Folge zugleich solchen Unbehagens sind zahlreiche Mythen in Form von Behauptungen, stereotypen Vorstellungen und Vorurteilen zumeist unbekannten Realitätsgehaltes.
Die sechs wichtigsten Mythen zum Thema "Frau und Führung" werden im folgenden in bezug auf ihren Inhalt, ihre mögliche Wirkungsweise und daraufhin untersucht, was an ihnen Fiktion ist und was Fakt. Getrennt wird dabei nach Mythen vor dem Aufstieg in eine Führungsposition und solchen, die sich auf die Frau im Management beziehen.
2. Mythen im Vorfeld des Aufstiegs
3. Mythen um die Frau im Management
4. Resümee
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