Er war Schlosser von Beruf, Mitglied des Betriebsrates, etwa 30 Jahre alt, und wenn er da war, arbeitete er sehr zuverlässig. Als Handwerker war er in allen Bereichen des Betriebes vielseitig einsetzbar, wirkte aufgeschlossen und umgänglich und war letztlich ein Mitarbeiter, wie man ihn sich wünschte. Auch im Betriebsrat hatte er über den Betriebsausschuss noch Aufstiegschancen, später einmal freigestellt zu werden. Aber der Meister und auch der gesamte Betriebsrat störten sich daran, dass er immer während der Hochsaison im Sommer wegen Krankheit fehlte. So viele Erkältungen und Kreislaufstörungen konnte man gar nicht haben und der junge Mitarbeiter wirkte alles andere als gebrechlich. Irgendwann im Sommer hatte sich dann tatsächlich herumgesprochen, dass der vielseitige Handwerker bei Neubauten aushalf, auch Schreinerarbeiten gut ausführte und – obwohl krankgeschrieben – sich steuerfrei noch etwas dazuverdien.
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