Die Stahlerzeugung im Konverter ist ein sehr energie- und kostenintensiver Prozess. Der Energieeinsatz wird durch verschiedene chemische, physikalische und thermische Faktoren während der Behandlung beeinflusst; ähnliches gilt für den Materialeinsatz hinsichtlich Zugabemengen und -zeitpunkten. Für eine optimale Energie- und Ressourceneffizienz sind Online-Informationen über das tatsächliche und das prognostizierte Prozessverhalten im Konverter erforderlich. Die Integration des vom VDEh-Betriebsforschungsinstitut (BFI) entwickelten dynamischen Prozessmodells zur Online-Beobachtung und -Steuerung des Konverterprozesses in PSImetals ermöglicht eine schmelzenindividuelle Einstellung optimaler Prozessbedingungen. Die Anwendung im Stahlwerk der Saarstahl AG zeigt erste Ergebnisse.
Ansätze zur Energie- und Ressourcenoptimierung ergeben sich über eine zeitgenaue Steuerung des Blasprozesses sowie über eine Steuerung der Materialzugabemengen und -zeiten (siehe Box „LD-Konverterprozess“). Ziel ist es, die Sollwerte für Stahlund Schlackenanalyse (insbesondere hinsichtlich Kohlenstoff und Phosphor) sowie die Abstichtemperatur möglichst genau und kostengünstig zu erreichen.
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