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Das Tor zum Wissen: Status Quo von Enterprise Portalen in deutschen Unternehmen

 
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Beschreibung

Mitarbeiter-Portale sind zum Synonym geworden für eine einfache, schnelle und vor allem effiziente Informationslogistik im Unternehmen. Aber auch die Anwendungs- und Prozess-Integration sind heute gewichtige Argumente für ein Mitarbeiter-Portal. IT-Surveys.de hat im Rahmen einer quantitativen Kurzstudie die Beweggründe für die Einführung eines Portals bei deutschen Unternehmen erfragt.

Als Folge des anhaltenden Daten-Wachstums sehen 80 Prozent der Manager ihren Gewinn beeinträchtigt. Mehr als 70 Prozent sehen ihren Umsatz beeinträchtigt und vermuten negative Auswirkungen auf die Motivation ihrer Mitarbeiter, wenn die Flut an unorganisierten Datenmengen weiter steigt wie bisher. Das ergab eine aktuelle Studie von NCR. Mitarbeiter-Portale befreien Unternehmen aus diesem Dilemma. Daher gehen zunehmend mehr Unternehmen diesen Weg.

Ein Mitarbeiter-Portal stellt Anwendungen, Prozesse und Inhalte zentral und personalisiert über eine Internet-basierte Arbeitsplattform zur Verfügung. Entsprechend einem definierten Rollen- und Rechtekonzept greift damit jeder Mitarbeiter genau auf die Informationen zu, die er für seine täglichen Anforderungen benötigt. Damit ein Mitarbeiter-Portal seine Karten richtig ausspielen kann, übernimmt es drei Kernaufgaben: eine verbesserte Informationssuche und -verbreitung, die Abwicklung von Geschäftsprozessen sowie Collaboration-Funktionen, die die abteilungsübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit vereinfachen.

Werden Arbeitsprozesse über das Portal abgebildet, steht häufig der Gedanke des Employee-Self-Service im Vordergrund. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Prozesse, die sich hinter Reisekostenabrechnungen verbergen. Ohne manuelle Eingriffe durchwandert der Prozess die verschiedenen Stationen vom Mitarbeiter über den Vorgesetzten bis zur Buchhaltung. Auch Zeitabrechnungen, Urlaubs- und Reiseanträge, Beschaffungsprozesse und vieles mehr lassen sich auf die gleiche Weise behandeln. Bei den Anwendungen handelt es sich zum Beispiel um Legacy-, CRM-, ERP-, Buchhaltungs-, Office- oder Fach-Anwendungen und Helpdesk-Lösungen. Je nach Unternehmen lässt sich diese Liste beliebig fortsetzen.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Integration von Prozessen und Anwendungen optimiert Arbeitsabläufe, spart Kosten und automatisiert Bearbeitungsvorgänge.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Enterprise-Portale in Unternehmen eine hohe Priorität genießen. Zum diesem Ergebnisse kommt eine Kurzstudie von IT-Surveys.de, einer Public-Private-Partnership zwischen der Universität Dortmund und dem IT-Dienstleister Materna GmbH. Untersucht wurden die Beweggründe für den Aufbau eines Portals, die organisatorische Umsetzung, der Stellenwert des Projekts sowie die Barrieren bei der Implementierung des Portals.

Geplant wird ein Portal oft als Pilotprojekt in einzelnen Bereichen, um so Erfahrungen zu sammeln und von Lerneffekten zu profitieren, bevor das Portal auf die Gesamtunternehmung ausgeweitet wird. Die Gründe für die Realisierung eines Enterprise Portals liegen im erwarteten Effizienzgewinn, der mit der Portalimplementierung einhergeht. Informationsgewinnung, -verteilung und -transparenz werden durch ein Portal optimiert. Von diesen Verbesserungen sollen vor allem die kundennahen Prozesse profitieren ‑ und so zu neuen Wettbewerbsvorteilen führen. Auch wenn Überlegungen zur Einbindung von Kunden und Partnern oder auch Lieferanten in das Portal bestehen, ist der Hauptnutzer zur Zeit noch der Mitarbeiter. Trotzdem wird jedoch in vielen Fällen versäumt, diesen in den Veränderungsprozess zu integrieren, wie die vielfältig beschriebenen Barrieren seitens der Mitarbeiter zeigen.

Portale sind kein Selbstzweck

Portale müssen dem primären Unternehmenszweck dienen bzw. ihn unterstützten. Unternehmens-Portale erfüllen diese Aufgabe. Externe Dienstleister beraten bei organisatorischen Fragen, bei der Auswahl der geeigneten Software-Lösung und übernehmen die Realisierung und Einführung des Projektes. Bei der Einführung empfiehlt sich ein geplantes Vorgehen, dass sich an vier Phasen orientiert. Zunächst muss die Zielgruppe (Mitarbeiter, Kunden, Partner und/oder Lieferanten) und die interne Zielsetzung definiert werden. Was will das Unternehmen erreichen? Soll die Produktivität steigen, in dem Informationen und Wissen schneller bereitgestellt werden? Oder steht die Applikations-Integration im Vordergrund, um Kosten im Technologie-Bereich zu sparen? Vielfach sind diese beiden Ziele gleichgewichtig. Ein zweiter Schritt bestimmt die Hauptprozesse, die das Portal unterstützten soll. Dies sind im wesentlichen die Content-Bereitstellung, Prozessabwicklung und Collaboration. Die Einführung des Portals erfolgt mittels Rapid Protoyping auf Basis verschiedener Technologien. Der letzte Schritt analysiert und kontrolliert die Erfahrungswerte.

Fünf Todsünden eines Portal-Projektes
- „Alles-auf-einmal-Syndrom“
- Fehlender Management-Support
- Keine Benutzerakzeptanz
- Eisbergsyndrom
- Keine Ausbaufähigkeit und Erweiterbarkeit

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