Bei der Implementierung von Supply Chain Management als strategischer Managementansatz ist die Unterstützung durch ein adäquates Controlling zwingend erforderlich. Heft IV/2002 dieser Zeitschrift hat dazu erste Ansätze ausführlich vorgestellt. Die Beschaffung gilt als einer der zentralen „Treiber“ des Supply Chain Management und damit das Beschaffungscontrolling als Element eines zielorientierten Supply Chain Controlling. Trotzdem wird die Verknüpfung von Beschaffungs- und Supply Chain Controlling derzeit noch wenig diskutiert. In diesem Beitrag soll der Versuch unternommen werden, mit Hilfe eines Ebenenmodells die inhaltliche Verknüpfung unterschiedlicher Ansätze zu bewerkstelligen und so das Ziel der Schaffung eines ganzheitlichen Rahmens für ein integriertes Beschaffungs- und Supply Chain Controlling zu erreichen. Das Ebenenmodell differenziert im Wesentlichen drei Controllingperspektiven: das Beschaffungscontrolling auf Unternehmensebene, das Supplier Relationship Controlling für die Steuerung der Zusammenarbeit eines Abnehmers und Zulieferers und letztlich das Supply Chain Controlling bzw. Netzwerkcontrolling für die Steuerung einer Vielzahl komplexer, multilateraler und wechselseitig verknüpfter Geschäftsbeziehungen. Verknüpft werden diese Ebenen durch ein Ebenen-Integrations-Controlling. Die inhaltliche Fundierung und Präzisisierung erfolgt durch das Aufzeigen praxisrelevanter Methoden und Tools, mit denen die Umsetzung eines solchen integrierten Ansatzes gelingt.
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