3.1.5.1 Polen - kostengünstiger Nachbarmarkt für Vorlesungsgüter aus Metall
Der Beitritt der Länder Mittel- und Osteuropas (MOE) war nicht nur für die Stahlindustrie von hohem Interesse, sondern zugleich für alle Branchen, die nach neuen kostengünstigen Einkaufsmöglichkeiten von metallischen Vorprodukten suchen und parallel über die langfristige Integration neuer Lieferanten in Just-in-time-Wertschöpfungsketten nachdenken.
Allein in Polen, Tschechien, der Slowakei und in Ungarn werden rund 95% des Rohstahls der Beitrittsländer hergestellt. Damit sind die Rohstoffkapazitäten der EU seit dem EU-Beitritt dieser Länder von 200 Mio. auf 240 Mio. Tonnen angewachsen. In Polen selbst gehört die Stahlindustrie zu den wichtigsten sowie traditionsreichsten Industriezweigen des Landes. Regionen wie Oberschlesien oder Swietokrzyskie stellen große, zusammenhängende Industriecluster der Stahlfertigung und -bearbeitung dar und sind mit ihren zahlreichen Bergwerken und Stahlhütten strukturell mit dem Ruhrgebiet vergleichbar. Der Beitrag der polnischen Stahlindustrie zur Industrieproduktion liegt heute bei ca. 5%, während sich dieser in Deutschland unter einem Niveau von 2% bewegt.
Lesen Sie diese Leseprobe mit freundlicher Genehmigung der CfSM-Centrum für Supply Mangement GmbH aus dem Buch Einkaufen und Investieren in Polen - BME-Leitfaden Internationale Beschaffung, Band 5 herausgegeben vom BME/Bogaschewsky.
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