„Guten Kaffee“, so leitete Frank Westerhoff seinen Vortrag vor hellwachen Gästen ein, „trinken Deutsche am liebsten: 148 Liter pro Jahr und Kopf, verglichen mit 138 Litern Mineralwasser und 109 Litern Bier. Haupterzeuger der nach Rohöl meistgehandelten Ware sind Brasilien und Vietnam.“ Nachdem er im Schnelldurchlauf die Eigenheiten der Kaffeeproduktion, die Melitta- Konzernstruktur, die Melitta Kaffee GmbH und ihre hoch automatisierten Herstellprozesse – Rösten, Mahlen, Abpacken – vorgestellt hatte, kam der Geschäftsleiter für Finanzen, Controlling, IT und Einkauf zur Sache. „Hauptproblem für unsere Supply Chain ist die explodierende Vielfalt an Produkten, Mischkonfektionierungen und Displayvarianten.“ An der Entwicklung der Absatzzahlen zeigte Frank Westerhoff, dass Neuerungen wie Kaffee-Pads das Melitta-Produktportfolio in den letzten Jahren wesentlich verändert haben. Die Aufgabe angesichts steigender Variantenvielfalt und Absatzzahlen: „Bei geringer Wertschöpfungstiefe und Durchlaufzeiten von unter zwölf Tagen mussten Abläufe durchgehend noch effizienter und zuverlässiger werden.“
Ansatzpunkte waren hier insbesondere Planung, Lager und Logistik. „Mit der Planungs- und Steuerungssoftware wayRTS wurden alle Vorgänge so gestrafft, gebündelt und vernetzt, dass wir bisherige Zeitverluste durch Schnittstellen- und Dateninkonsistenzen weitgehend eliminieren konnten“, brachte Westerhoff die Projekterfolge auf den Punkt. „Beschaffung, Mengen, Kapazitäten und Fertigung haben wir nun deutlich besser im Griff. Zusätzlich reduzierten wir die Zahl der Lager und Versandstellen von jeweils drei auf eins und modernisierten unsere Palettieranlage. All dies hat den Versand optimiert, Kosten und Kapitalbindung gesenkt und die Bestandsgenauigkeit erhöht.“
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