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Virtual Roundtable: SCM 2010: Was wird sich in den nächsten 6 Jahren tun
mit Vertretern von Systemanbietern und Beratungen (u.a. BESTgroup, Manugistics, Wassermann, T-Systems) und Top-Experten wie Prof. Dr. Wilhelm Dangelmaier, Prof. Dr. Norbert Gronau, Robert Roesgen und Thorsten Lücke
In der kurzlebigen IT- und E-Business-Welt ist Supply Chain Management (SCM) fast schon ein „alter Hut“. Trotzdem gibt es immer noch genügend Potenzial für Dynamik und vielfältige Veränderungen. So ist der SCM-Markt aktuell durch neue Spannungsfelder zwischen Konzentration und Markbereinigung, Standardisierung und Spezialisierung gekennzeichnet. Die Unternehmenszahlen einstiger Stars der SCM-Community beunruhigen die Fachwelt bzw. sind ein Indikator für diese Dynamik. Wie positionieren sich SCM-Anbieter erfolgreich und wo positionieren sich Spezialisten erfolgreich in Nischen? Oder liegt die Zukunft in der flächendeckenden Standardisierung mit APO?
Die Markt-Dynamik ist aber nur eine Frage zu den SCM-relevanten Veränderungen bis 2010. Was wird sich sonst noch an revolutionären oder evolutionären Veränderungen in den nächsten Jahren ergeben? Wie werden sich die Organisationen in Supply-Netzwerken und die Art ihrer Zusammenarbeit verändern? Welche neuen Funktionalitäten werden wichtige Rollen spielen? Wertorientierung, Echtzeitoptimierung, Vorgaben wie Rückverfolgbarkeit oder doch noch das alte, neue Zauberwort der Collaboration: Welche dieser Perspektiven versprechen einen solchen ROI, dass neue bzw. weitere SCM-Anstrengungen wirklich gerechtfertigt sind und zukünftig auch erfolgreich umgesetzt werden?
In einem gemeinsamen Virtuellen Roundtable befragen DGfL (Logistics.de) und NetSkill (Competence Site) die Experten der SCM-Community zu diesen Themen, um bei allen wichtigen SCM-Fragen für mehr Klarheit bis 2010 zu sorgen.
Übersicht über die Teilnehmer des Roundtables (Über den Link zu jedem Teilnehmer können Sie seine/ihre Antworten zu allen Fragen nachlesen.):
Übersicht über die Fragen des Roundtables:
Frageblock 1:
Veränderungen SCM-Markt und SCM-Anbieter
Der SCM-Markt befindet sich derzeit in einer enormen Dynamik. Einstige Stars unter den SCM-Anbietern befinden sich in der Krise und neue Player drängen auf den Markt. Es stellt sich also die Frage, wie sich SCM-Player erfolgreich am Markt positionieren können, wenn die Systeme dominierender Unternehmen immer leistungsfähiger werden. Heißt es am Schluss „alles APO“ oder stehen Unternehmen wie ORACLE, PeopleSoft, SSA Global (Baan) und Wassermann auch zukünftig für die Vielfalt im SCM-Bereich? Was ist also Ihr Bild vom SCM-Anbieter-Markt und seinen Veränderungen bis 2010: Wie wird sich dieser Markt entwickeln? Welche Segmente müssen gegebenenfalls differenziert werden, und was wird diese Segmente charakterisieren? Wer werden zum Schluss die SCM-Gewinner sein, und warum werden gerade diese Erfolg haben?
Frageblock 2:
Veränderungen SCM-Netzwerke und SCM-Kooperationsformen
Auch die Welt der SCM-Anwender lässt Raum für viele offene Fragen, zumindest
dann, wenn wir noch nicht von einem eingeschwungenen SCM-Zustand ausgehen. Sind SCM und die SCM-Collaboration wirklich schon in der Breite „gereift“ oder müssen wir hierbei verschiedene SCM-Anwendungssegmente differenzieren, die sich bisher durchaus unterschiedlich entwickelt haben? Was ist also Ihr Bild vom SCM-Anwender-Markt und den Veränderungen bis 2010:
Welche Potenziale sind trotz aller bisherigen Anstrengungen noch nicht „gehoben“? Was sind Ihrer Meinung nach noch wesentliche Stolpersteine auf dem Weg zu einem weitgehendem collaborativen SCM in der Breite? Wie gut sind wir z.B. methodisch und kulturell darauf vorbereitet, um in Netzwerken partnerschaftlich Werte zu schaffen, zu bestimmen und dann „gerecht“ zu verteilen? Welche SCM-Anwendersegmente würden Sie gegebenenfalls differenzieren, wie würden Sie diese charakterisieren und wie werden sich in diesen Segmenten Netzwerke und Kooperationen entwickeln? Und auch hier zum Schluss die entscheidende Frage: Wer werden bei den SCM-Anwendern die Gewinner und Verlierer des Wandels sein?
Frageblock 3:
Funktionale Veränderungen der SCM-Systeme
Auch nach vielen Jahren der SCM-Innovationen werden immer wieder (mehr oder weniger) neue Themen/Funktionalitäten diskutiert bzw. neue Hoffnungsträger positioniert:
• Umfassende Wert- und Cash-Orientierung (“Value Driven Planning”, “Forecastbased Budgeting”, “Profitable To Promise”, …) anstatt oder simultan zur standardmässigen
logistikorientierten Betrachtungsweise der SCM-Systeme
•Echtzeitoptimierung und prozessnahes Steuern/Monitoring („SCEM“, „RFID“),
•regulatorische Vorgaben wie Nach- bzw. Rückverfolgbarkeit,
•verbesserte Vernetzung der Prozesse und Systeme entlang der Ketten,
•Kompetenzmanagement / Communities of Practice entlang der Supply Chain
bzw. Competence Chain Management,
•...?
Wie sieht Ihr 2010-Szenario weiterentwickelter SCM-Funktionalitäten aus? Welche Wertbeiträge können Ihrer Meinung nach diese SCM-Innovationen noch leisten?
Frageblock 4:
Veränderungen SCM-Basistechnologien
Neben den Innovationen bei den funktionalen SCM-Konzepten werden auch immer leistungsfähigere Basistechnologien Treiber für immer bessere SCM-Systeme sein.
RFID, verbesserte Rechner- und Speicherkapazitäten, XML/Standards!, leistungsfähige Integrations-Frameworks: Inwieweit werden wir bis zum Jahr 2010 sukzessiv die immer wieder proklamierte Implementierung ganzheitlicher Systeme bekommen, mit denen die gesamte Kette in Echtzeit in beliebiger Granularität steuerbar wird? Oder werden die klassischen Schnittstellenprobleme, die mangelnde Flexibilität umfassender Systeme und Technologie-Engpässe doch dafür sorgen, dass isolierte, individualisierte Lösungen und spezialisierte Teilfunktionalitäten auch weiterhin nicht integriert werden können?
Frageblock 5:
Eigener SCM-Erfolgsbeitrag bis 2010
Was wird in Ihrem Wirkungsbereich Ihr Beitrag zum SCM-Fortschritt bis 2010 sein? Welche besonderen SCM-Kompetenzen können Sie dabei einbringen und an welchen SCM-Kompetenzen anderer SCM-Akteure (Anbieter, ...) wären Sie interessiert? Wie optimistisch blicken Sie SCM-spezifisch und allgemein in Richtung Jahr 2010?
Frageblock 6:
Alternative Ansätze zu einem „besseren SCM“
SCM-Systeme, bspw. Advanced Planning Systeme, stehen zunehmend auch in der Kritik von Anwendern. Eine Zunahme der Komplexität, höhere Abhängigkeit von perfekten Stammdaten und Belegdaten sowie gestiegene Anforderungen an die Ausbildung und Fähigkeiten der Planer reduzieren den Nutzen von SCM-Systemen. Alternative SCM-Ansätze basieren auf einer strikten Reduktion von Komplexität, der Einführung lokaler Steuerungs- und Regelkreise und der Orientierung an den Fähigkeiten der Anwender. Welche alternativen Ansätze zu den klassischen SCM-Systemen sehen Sie gegebenenfalls bis zum Jahr 2010? Wie kann man die Komplexität im SCM reduzieren und die Systeme robust, handhabbar und ausfallsicher machen? |