Von George W. Bush lernen, heißt Siegen lernen - jedenfalls, wie man richtiges PR- und Kommunikationsmanagement betreibt. Egal, ob man den amerikanischen Präsidenten mag oder nicht, was er im US-Präsidentschaftswahlkampf 2004 ablieferte, war ein an Professionalität nur schwer zu überbietendes Kampagnenmanagement. Bush steigerte die Zahl seiner Wähler um fast ein Fünftel und baute den Anteil der Stimmen in vielen demografischen Gruppen aus, die traditionell eher demokratisch wählten. Zu verdanken hat er diesen Erfolg vor allem seinem "Senior Advisor" Karl Rove - dem Chefstrategen im Weißen Haus. Was Rove in den Monaten vor dem Urnengang organisierte, war laut Aussage des renommierten, auf die Analyse von Wahlkämpfen spezialisierten Cook Report die "fraglos am besten geplante, am besten durchgeführte Präsidentschaftskampagne aller Zeiten".
Es war vor allem eines - ein gewaltiger Kommunikationserfolg. Und ein Kommunikationsdesaster für die Wahlkampfstrategen der Demokraten, denen es nicht gelang, die (zahlreich vorhandenen) Schwächen des amtierenden Präsidenten hervorzuheben. Worin bestand die Systematik dieses PR-Erfolgs? Ganz allgemein formuliert zunächst in der Erkenntnis, dass die Märkte - alle Märkte - heterogen sind.
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