Liebe Leserinnen und liebe Leser,
auch bei Fach- und Führungskräften gehört Social Media oft schon zum Alltag - wie das Handy in der Tasche. Für Verbraucher hat sich ein neues Medium entwickelt, das für große Transparenz im Konsumdschungel sorgt. Vielfältig, schnell und kostenlos, das sind die Adjektive die Social Media aus Konsumersicht beschreiben. Erste negative Erfahrungen hinsichtlich Wirkung, Kosten und Qualität wie bei Second Life (Sie erinnern sich?) scheinen zumindest bei der B2C-Kommunikation überwunden.
Im B2B Bereich allerdings hat sich Social Media noch nicht derart etabliert. Den Anspruch an eine hohe inhaltliche Qualität und starke Wirkung bei gleichzeitigen Zielsetzungen wie Kontrolle und einfacher interner Abstimmung der Prozesse scheuen noch viele Unternehmen. Trends und neue Technologien wie bei mobilen Endgeräten, interaktiven Formaten oder auch die Erwartungen jüngerer Generationen (Digital Natives) zeigen jedoch, dass auch im B2B kein Weg an Social Media vorbei führt.
Also die Frage: Wie lässt sich B2B Social Media strategisch in ein Gesamtkonzept von Marketing und PR einordnen? Wie und welche Ziele werden so erreichbar, nachhaltig wirksam und wirtschaftlich nützlich (Cost-Benefit-Ratio) für Unternehmen? Wie positionieren sich Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Kontrollwunsch und Organisierbarkeit einerseits und den Erwartungen und der Offenheit des Marktes und der Adressaten, aber auch der eigenen Mitarbeiter und Partner andererseits?
In diesem zweiteiligen Online-Roundtable diskutieren führende Experten aus Unternehmen (Markom-/ PR–Leiter), Agenturen, Beratungen und aus praxisnaher Forschung und Analyse sowie aus Social Medien über die strategische Bedeutung und die Erfolgsfaktoren von Social Media für die Marktkommunikation B2B.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Auszug aus dem Interview:
Auch B2B-Unternehmen sollten versuchen, die Vorteile der sozialen Netzwerke zu nutzen und sie in ihre Marketingkommunikation integrieren. Denn: Sie sind mittlerweile viel mehr als nur eine reine Informationsquelle. Social Media hat eine nicht zu unterschätzende Markt- und Meinungsmacht. Allerdings ist das Thema nicht für alle B2B-Unternehmen gleich brisant. Grundsätzlich ist wichtig, nicht einfach Hals über Kopf loszustarten. Man muss sich vorher schon im Klaren sein, welche Ziele – Branding, Imageaufbau, Erhöhung der Markenpräsenz, Kundenbindung, Neukundengewinnung, Kundenservice, Recruiting, Produktverkauf – mit dem Einsatz von Social Media in der Kommunikation erreicht werden sollen, und ob und wie die eigene Zielgruppe beziehungsweise Zielmärkte angesprochen werden können. Es wäre aber auch falsch, vor lauter Planungen, Konzepten und Guidelines den Start in die Praxis immer wieder aufzuschieben. Meine Empfehlung hier: Think big, start small. Mit einem kleinen Projekt, beispielsweise für die Mitarbeitergewinnung, kann man ohne Riesenaufwand schnell erste Erfahrungen sammeln
(Das vollständige Interview finden Sie im folgenden PDF)
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