Gemeinsam Lösungen finden
mit Kompetenz werben

Registrieren
Filtern
Objektbezogen nach Kategorien:
Nach Themen / Centern:
Nach Branchen:
Nach Regionen:
Nach Kategorien:
Weiterleiten
 

Wertströme statt Bilanzen (TEIL II) - Liquiditätssicherung durch operative Leistungskennzahlen im Industriebetrieb

Wertströme statt Bilanzen (TEIL II) - Liquiditätssicherung durch operative Leistungskennzahlen im Industriebetrieb
Kompetenzindex:
100%
Als eigenen Kontakt hinzufügen
Zu Interessen/Lesezeichen hinzufügen
Empfänger kann keine Nachrichten empfangen
Empfehlung versenden
Positiv bewerten
Eigentumsrechte für Bearbeitung beantragen
[#hidden_actions_html#]
Herausgebende Organisation
Beschreibung
In turbulenten Zeiten muss die Liquiditätssicherung ganz oben auf der Agenda stehen. Einige wenige, aber wesentliche operative Kennzahlen reichen bereits aus, um einen kräftigen Hebel in der Hand zu halten. Aufgabe des Controlling ist es dann, Ursachen und Wirkungen von Verbesserungsmaßnahmen transparent zu halten.

Bewertung der Liquidität 1. Grades

Zähler: Flüssige Mittel und Zahlungsziele

Zu den flüssigen Mitteln zählen gemeinhin Barmittel in der Kasse oder auf der Bank, Schecks und Wechsel sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens. Diese Zahlungsmittel entstehen als Ergebnis abgestimmter Debitoren- und Kreditorenzahlungsziele. Idealerweise sind die eingeräumten Zahlungsziele bei Debitoren kürzer als bei Kreditoren. Alternativ sollte die Kassenreichweite in Tagen [d] plus Debitorenziel [in d] plus Sicherheit [in d] größer sein als das Kreditorenziel [in d].

Zu beachten ist unbedingt, dass flüssige Mittel nur eine Momentaufnahme darstellen. Insofern ist die Kennzahl ‚Liquidität ersten Grades‘ nicht sehr aussagefähig, sondern lediglich stichtagsbezogen. Es ist daher umso wichtiger, dass jedes Unternehmen eine zeitraumbezogene Statistik des Mittelabflusses aufzeichnet und danach den Zahlungseingang steuert, im Normalfall durch aktives Forderungsmanagement. Erfahrungsgemäß steigt der Liquiditätsbedarf zum Monatsende, zum Beispiel durch die fälligen Lohn- und Gehaltszahlungen, und fällt nach der Umsatzsteuerzahlung zum 10. des Monats. Im Einzelnen hängt dies jedoch stark vom Unternehmenstyp ab. Ein Serienfertiger mit stetigem Absatz wird einen anderen Zahlungseingang und -ausgang haben als etwa ein Anlagenbauer oder ein Handelsunternehmen. Generell gilt, dass der Zahlungsausgang mit zeitlichem Abstand dem Zahlungseingang folgen muss. Ist die zeitliche Differenz dauerhaft ausreichend groß, empfiehlt es sich für Betriebe, mit ihrer Hausbank eine Vereinbarung zu treffen, die nicht benötigte Liquidität zinsgünstig anzulegen, aber gleichwohl jederzeit liquide zu sein.

Nenner: Kurzfristiges Fremdkapital

Das kurzfristige Fremdkapital ist eine Passiva-Position in der Bilanz, dessen Laufzeiten im Allgemeinen unter einem Jahr liegen. Zum kurzfristigen Fremdkapital gehören Lieferanten- und  Kontokorrentkredit, Wechselkredit, Akkreditiv und sonstige Verbindlichkeiten wie etwa erhaltene Anzahlungen, Garantierückstellungen oder Steuerrückstellungen. Nach Möglichkeit sollte das kurzfristige Kapital nur dazu genutzt werden, die laufenden Ausgaben zu bestreiten, also Liquidität zur Sicherung der Betriebsleistung bereitzustellen. Keinesfalls dürfen etwa über Kontokorrent Investitionen mit langfristigen Zahlungsverpflichtungen finanziert werden. Anlagevermögen muss grundsätzlich mit Eigenkapital oder langfristigem Fremdkapital finanziert werden.

Dialog
 
Ihr Beitrag zu Wertströme statt Bilanzen (TEIL II) - Liquiditätssicherung durch operative Leistungskennzahlen im Industriebetrieb
Publizieren

Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

Webseite externer Beitrag
Weitere Inhalte
Autor
  •  
    Günter Köchy

    Günter Köchy ist als Managing Consultant in der Group "Transformation Management" tätig. Seine Beratungsschwerpunkte liegen im Bereich Industriegeschäftsprozessplanung und Multiprojektmanagement. Zuvor war er in leitenden Positionen verschiedener Unternehmen aus der Industrie tätig.

Herausgebende Organisation
  • Detecon International GmbH
    Detecon International GmbH

    Detecon International ist eines der weltweit führenden Unternehmen für integrierte Management- und Technologieberatung und entstand 2002 aus der Fusion der beiden Beratungshäuser DETECON und Diebold.