Handhabung von Komplexität in flexiblen Produktionssystemen - Kundenindividuelle Produkte zu Kosten der Massenproduktion
Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, müssen sich Unternehmen in Hochlohnländern durch kundenindividuelle Produkte kombiniert mit kundenspezifischen Dienstleistungen von Anbietern aus Niedriglohnländern differenzieren. Einhergehend mit der zunehmenden Komplexität dieser Produkte wird auch die Steuerung der zugehörigen Produktionssysteme aufwendiger. Ein Ansatz zur Handhabung derartiger Systeme wird aktuell im Exzellencluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ an der RWTH Aachen erarbeitet, mit dessen Hilfe es ermöglicht wird, Produktionssysteme dahingehend zu gestalten, dass kundenindividuelle Produkte zu Kosten der Massenproduktion hergestellt werden können.
Durch den sich verschärfenden globalen Wettbewerb sind Unternehmen in Hochlohnländern gezwungen, sich über individuelle und qualitativ hochwertige Produkte im Markt zu positionieren [1]. Aufgrund der Konkurrenz aus Niedriglohnländern müssen dabei die Herstellkosten, trotz erhöhter Flexibilität in Planung und Produktion, möglichst niedrig gehalten werden [2]. Dafür ist es notwendig, das Polylemma der Produktionstechnik (Bild 1) aufzulösen und die Gegensätze zwischen Scale (Erzielung von Skaleneffekten) und Scope (individuelle, flexible Produktion) sowie Wert- und Planungsorientierung aufzuheben. ...-
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Henrik WienholdtForschungsinstitut für Rationalisierung e. V. (FIR) /RWTH Aachen | Leiter Fachgruppe Supply Chain Design









