Produktionsplanung stellt insbesondere für Unternehmen, die variantenreiche Klein- und Einzelserien
herstellen eine Herausforderung dar. Das Konzept zeigt die Methodik einer transparenten und flexiblen
Kapazitätsplanung, die auf einem dezentralen Ansatz basiert. Es erfolgt eine Trennung zwischen Grobund
Feinplanung. Im Rahmen der Feinplanung wird die Reihenfolge der Aufträge innerhalb einer
Schicht durch die Produktionsmitarbeiter bestimmt. Diese Systematik ermöglicht eine realistische
Produktionsplanung, auch bei einer Vielzahl von parallelen Aufträgen.
Die Zukunft ist nicht planbar
Von Seiten der Anwender besteht oftmals die Vorstellung, alle Aufträge möglichst exakt zu planen und
als Gantt-Diagramm auf einem Leitstand abzubilden getreu dem Motto: Egal wie komplex unsere
Produktion ist - wir planen alles!
Hierbei wird vergessen, dass Planung ein sehr dynamischer und fortlaufender Prozess ist. Eine
Planung, die auf Soll-Werten basiert, kann nie exakt mit den Ist-Werten übereinstimmen.
Durch die grundsätzliche Systematik einer Planung müssen deren Ergebnisse für einen bestimmten
Zeitraum festgeschrieben werden, damit sich die Mitarbeiter an den Planungsvorgaben orientieren
können. Eine laufende Aktualisierung der Planung in Echtzeit (wenn dies technisch möglich ist) ist nicht
sinnvoll, da der anschließende Abgleich mit dem Ist-Zustand eher eine Bremswirkung entfaltet.
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