„Die Entwicklung vom Familienunternehmen zur internationalen Gruppe verwandelte uns auch vom reinen Pumpenhersteller zum Komplettanbieter für Anlagen, Systeme und Lösungen im Bereich komplexer Dosiertechnik“, charakterisierte der technische Geschäftsführer Dr. Andreas Höhler die Entwicklung der Lewa GmbH. „Da wir für weltweit aktive Großunternehmen etwa in der Erdöl- und Gasförderung arbeiten, ist es für uns beispielsweise üblich, ein Projekt in Texas anzustoßen, in Deutschland zu entwickeln und in Pakistan umzusetzen.“ Eine Arbeitsweise, die es erfordert, die Produktion individueller Lösungen weltweit so zu planen und zu koordinieren, dass deren Auslieferung absolut termingetreu erfolgen kann.
Und das in Baustellen hinein, deren Zeitpläne ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten unterliegen und dem Lewa-Team scheinbar unlösbare Aufgaben bescheren. „Zwar ist jede Pumpe die wir produzieren, bereits verkauft“, erläuterte Höhler, „doch ständige Umterminierungen stellten unser vormals verteiltes 26-köpfiges Planungsteam – entsprechend etwa 13 Vollzeitmitarbeitern - trotz täglicher Rückmeldungen – vor riesige Probleme. Auf Großbaustellen für Öl- oder Gasförderanlagen sind kurzfristige Änderungen an der Tagesordnung. Wir allerdings müssen unsere Termine stets einhalten.“ Das verständnisvolle Nicken der Vision-Days-Zuhörer zeigte, dass ihnen diese Anforderung nicht fremd ist. Aber schon mit der nächsten Aussage überraschte der Lewa-CTO das versammelte Publikum: „Ganz anders die Situation heute: Mit wayRTS und wayMES haben wir unsere Planung soweit optimiert, dass wir sie aktuell mit nur sieben Mitarbeitern bewältigen. Schon im ersten Schritt haben wir unsere Termintreue von knapp 50 auf über 80 Prozent erhöht. Und wir werden diese in einem weiteren Schritt auf über 90 Prozent heben.“
Planung früher: engagiert, dezentral, aber zu unkoordiniert
„Früher“, so skizzierte Höhler die Situation vor Einführung der wayRTS, „verteilte sich unsere Planung dezentral über engagierte, aber nur scheinbar autarke Teileinheiten. Die Schwachstelle: Ohne die notwendige Zentralisierung fehlten Durchgängigkeit und Übersicht entlang des Gesamtprozesses. Es gab keine klaren Verantwortlichkeiten in Terminfragen und eine nur marginale Kapazitäts- und Ressourcenplanung.“
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