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Supply Chain Optimierung mit ERP Beispiel: Technischer Großhandel Compris GmbH & Co. KG Geschäftsführender Gesellschafter: Harald Post Ausgangssituation Compris 30.000 Lagerartikel 9 Filialen mit ähnlichem Verkaufsprogramm Manuelle Artikelverwaltung Eingeschränkte fachliche Grundlagen für die Artikelparametrierung Sortimentsmanagement nicht systemunterstützt Keine 'Planung' in den Filialen (Manuelle Meldebestände) Zentrale Artikelbeschaffung, Distribution in die Filialen Ungünstige Planungsbasis in der Zentrale Pauschal festgelegtes Prognosemodell 'Gleitender Ø' Überhöhte Artikelbestände Trotzdem lückenhafte Artikelverfügbarkeit Zu viele Bestellvorgänge (=> Wareneingänge) Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 2 Erkenntnisse aus der Analyse Compris ABC ABC 8 17 75 15 15 70 Ø-Bestellwert/Pos. Ist: 176€ GL-Soll: 407€ Vorschlag: 522€ Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 3 Ist-Planungszenario Compris 1 = Planprimärbedarf Filiale 0 Endkunden Basis und 1 1 = Kundenaufträge 2 = Umlagerungen Basis: Manuelle Meldebestände Filiale Endkunden 2 2 Endkunden Filiale 1 Endkunden 3 0 Filiale Endkunden 4 Artikel- Zentrale Lieferanten Filiale Endkunden 5 Filiale 2 Endkunden 6 Fachmarkt Filiale Endkunden 7 Filiale Endkunden Endkunden 8 Bestellfluss Harald Post, Lieferfluss Compris Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 4 Lösungskomponenten Compris Neuentwurf der kompletten Supply Chain Prozesse Nutzung adäquater, artikelbezogener Prognosemodelle durch Einsatz maschineller Analysen. Neubestimmung wesentlicher Supply-Chain-Parameter, für ATP- Check, Planungs-/Dispoverfahren, Losgrößen, Sicherheitsbestand, .. Artikelsegmentierung auf Basis einer erweiterten ABC-/XYZ- Klassifizierung. Lifecycle-abhängige, regelbasierte Artikelparametrierung und automatisierte Artikelpflege mit Funktionen für Anlauf- und Auslaufsteuerung (Funktionen des Sortimentsmanagements). Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 5 Neuentwurf: Netzwerkplanung Compris • Konsequente Nutzung der Prognose • Automatische Planung der Filialen • Optimale Nachschubmengen • Umlagerungsanforderungen an Zentrale • Automatische Bestellung • Sicherheitsreichweiten, nur in Zentrale • Konzentration auf Problemfälle Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 6 Bedarfsfluss neu, Detail Compris Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 7 Integration von Materialprognose und Compris Beschaffungsplanung je Lokation Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 8 Gesamtüberblick im Planungshorizont Compris Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 9 Artikelparametrierung Compris Wirtschaftliche Losgrößen, Analytische Modellauswahl, abh. vom Verbrauchsverhalten Gebrauch von Prognoseprofilen Planungsstrategie - Procure To Stock - Procure To Order - Dispositionsverfahren - Plangesteuert - Verbrauchsgesteuert Planlieferzeiten und Sicherheitsreichweiten Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 10 Artikelsegmentierung Compris • Flexible Selektionskriterien für Ergebnis- reports • Vollautomatische Artikelaktualisierung oder Anstoß aus dem Ergebnisreport • Manuelle Parametrierung bleibt manuell bis zur Freigabe für die maschinelle • Manuelle Änderungen am Artikelstamm setzt Parametrierung aut. auf 'Manuell‘. • Wählbare Anzahl Historiezyklen (DB) • Sortimentsmanagement für An- und Aus- laufartikel (erweiterte ABC(DE)-Analyse u. Kennzeichnung 'Kritischer Artikel' • Simulation von Parameteränderungen. z. B. Bestandshöhe bei Losgrößenwechsel Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 11 Optimale Stammdaten für optimale Compris Prozesse! Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 12 Potenziale zur Weiterentwicklung Compris Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 13 Ende Compris Fragen? Bitte an: harald.post@compris.biz Compris GmbH & Co. KG www.compris.biz 14
SCP_ERP_SCM_post_compris_text.pdfCompris GmbH & Co. KG Supply Chain Management Supply Chain Optimierung mit R/3 am Beispiel Technischer Großhandel Autor: Dipl.-Ing. Harald Post, Geschäftsführender Gesellschafter Compris GmbH & Co. KG Supply Chain Management Compris GmbH & Co. KG Supply Chain Planning mit R/3-Enterprise im Technischen Großhandel Autor: Dipl.-Ing. Harald Post, Geschäftsführender Gesellschafter Compris GmbH & Co. KG Schwerpunkt des Reports Die Optimierung der Supply Chain wurde in diesem Szenario durch ein fachgerechtes Konzept, korrek- te und zuverlässige Stammdaten und der konsequenten Verwendung von Standardfunktionen für Pla- nung und Disposition realisiert. Die Situation des Beispielunternehmens stellt einen möglichen Rahmen für die Optimierung einer Supply Chain mit R/3, bzw. ECC dar. Alternative Lösungen für Prognose, Planung und Disposition mit Standardfunktionen aufgrund abweichender Anforderungen sind problem- los möglich. Optimierung der Stammdaten Qualität der Daten Für eine optimal funktionierende Supply Chain sind korrekte Dispositionsdaten von allergrößter Bedeu- tung, um eine passende Lagerbevorratung und die pünktliche und vollständige Abwicklung von Kun- denaufträgen sicherstellen zu können. Zwei Arten von Qualität sind zu unterscheiden: 1. Qualität der Inhalte 2. Pflegequalität Beiden Aspekten wird durch die im Folgenden beschriebenen Artikelsementierung Rechnung getragen. Artikelsegmentierung - Ableitung von Dispositionsparametern - Überblick und Abgrenzung Die Artikelsegmentierung ist eine Lösung zur Massenanalyse, -segmentierung und -pflege der wesent- lichen Dispositionsparameter von Lagerartikeln. Ein Segment ist eine Ausprägung der um zusätzliche Kriterien erweiterten ABC-Klassifizierung. Es bildet eine Gruppierung von Artikeln mit gleichen Parame- tern für die Disposition ab und enthält die Merkmale ABCDE + XYZ + 123 + abc. Diese entsprechen: • ABC-Klassifizierung, klassisch D und E zusätzlich für das Sortimentsmanagement • XYZ-Klassifizierung nach Höhe des Einkaufs-Einzelpreises • 123-Kriterium für Verbrauchsschwankungen nach MAD (mittlere absolute Abweichung) • abc-Kriterium für Lagervolumen [liter] • Die für ein Artikelsegment zu verwendenden Dispositionsparameter sind in Regeltabellen hinterlegt und werden den Artikeln im Segmentierungslauf automatisch zugeordnet. Durch Veränderungen im Verbrauchsverhalten, oder bei Änderung des Einkaufspreises kann ein Artikel in seiner Lebenszeit unterschiedlichen Segmenten angehören. Die Artikelsegmentierung wird periodisch durchgeführt. Sie analysiert und schlägt relevante Parameteränderungen vor. Die Änderungen können automatisch oder manuell durchgeführt werden. Die Artikelsegmentierung ist ein komfortables Hilfsmittel zur Bestimmung aktiver Lagersortimente, die auch Ein- und Auslaufprozesse unterstützt. Zurzeit werden folgende Dis- positionsparameter je Segment ausgeprägt: • Dispositionsmerkmal (Dispositionsvefahren) • Planungsstrategiegruppe (Planprimärbedarf) • Losgrößenschlüssel (Bestellmengenrechnung) • Reichweitenprofil (Dynamische Sichheitsreichweite in Tagen) Die Artikelsegmentierung kann um weitere Parameter ergänzt werden. Ablauf der Segmentierung: 1. : Pflege der Dispositionsparameter je Artikelsegment auf Werksebene 2. : Durchführung der Analyse und Segmentbestimmung für Artikel 3. : Ableitung der Dispositionsparameter je Segment (2. und 3. in einem Programm) 4. : Ergebnisbearbeitung mit Möglichkeit manueller Änderungen, Freigabe oder Sperrung 5. : Übernahme der freigegebenen Änderungen in die Artikelstämme Alle Änderungen werden in einer, historiefähigen Datenbank abgespeichert. Manuelle Eingaben verrie- geln die automatische Artikelpflege. Diese kann nur manuell wieder aufgehoben werden. Regelpflege (Pflege der Segmentierungsparameter) Für jedes Artikelsegment kann die Ausprägung der o. a. Parameter hinterlegt werden. Die Pflege von Reichweitenprofilen für die Sicherheitsbestandsplanung ist nur für die Segmente mit hohen Schwan- kungen sinnvoll und in der Neukonzeption nur für die Zentrale erlaubt (dezentrale Sicherheitsbestände sind weniger effizient). März 2007 Compris GmbH & Co. KG Seite 2 von 5 www.compris.biz Supply Chain Management Compris GmbH & Co. KG Supply Chain Planning mit R/3-Enterprise im Technischen Großhandel Autor: Dipl.-Ing. Harald Post, Geschäftsführender Gesellschafter Compris GmbH & Co. KG Bearbeitung des Segmentierungsergebnisses Das Ergebnis der Artikelsegmentierung wird mit beliebigen Selektionsfunktionen aufgerufen und bear- beitet. Listspalten in der Ausgabe können flexibel definiert werden. Übernahme der Ergebnisse in die Artikelstämme Nicht als manuell oder kritisch gekennzeichnete Artikel können direkt an das Standardprogramm für die automatische Artikelverwaltung übergeben werden. Eine manuelle Abspeicherung aus der Bearbei- tungsliste heraus ist ebenso möglich. Manuell geänderte Artikel bleiben auf manuelle Verarbeitung stehen, bis das Manuell-KZ entfernt wird. Änderungen mit Standardtransaktionen der Artikelpflege füh- ren ebenfalls zu einer Manuell-Kennzeichnung in der Segmentierung. Weitere Parameter für Prognose und Beschaffungsplanung Verbrauchsfortschreibung im Artikelstamm Die Artikelsegmentierung beinhaltet keine Elemente der Prognose, da der Standard Ableitungen von Modellen, Verfahren und komfortable Pflegefunktionen für Prognose-Stammdaten bereitstellt. Für die Vorhersage zukünftiger Kundenbedarfe wird die Materialprognose eingesetzt. Grundlage der Material- prognose sind statistikrelevante Materialbewegungen. Um die angestrebte Lösung - Prognose in allen Werken auf Basis der Warenabgänge für Kunden zu realisieren, mussten Warenlieferungen für Umla- gerungsbestellungen der Filialen in der Verbrauchsfortschreibung unwirksam gemacht werden. Prognosesteuerung im Dispositionsmerkmal Das Dispositionsmerkmal beinhaltet die Angaben zur Nutzung der Prognose. Die Disposition der La- gerartikel wird Plangesteuert/Deterministisch durchgeführt und der 'Plan' durch die Prognose ermittelt. Die Prognose ist als Mussprognose durchzuführen, ohne Wirkung in der Disposition. Die Prognosewer- te werden in den Artikelstamm geschrieben. Bestimmung des Prognosemodells Nach umfangreichen Tests der automatischen Modellbestimmung wurde die Entscheidung für das Mo- dellauswahlverfahren 1 (Regressionsanalyse mit Signifikanztest) getroffen. Bei diesem Verfahren sind Untersuchungen nach saisonalen Einflüssen ausgeschlossen. Verwendung von Prognoseprofilen Prognoseprofile enthalten die Parameter, die für die Durchführung der Prognose zur Verfügung stehen. Die einzelnen Parameter im Profil können als nicht überschreibbare Festwerte oder überschreibbare Vorschlagswerte definiert werden. Hier werden die verbindlich geltenden Prognoseparameter vor Ände- rungen geschützt. Dies äußert sich durch die entsprechenden, nicht eingabebereiten Felder im Progno- sebild Auch das Prognoseprogramm selbst kann diese Felder nicht ändern. So wird bewirkt, dass das Prognosemodell im Prognoselauf immer wieder neu bestimmt werden muss. Wenn Prognoseprofile geändert werden, werden alle Artikel, die dieses Profil verwenden automatisch aktualisiert. Ermittlung der Planungsstrategie/Bedarfsart für Planprimärbedarfe Die Planung des Planprimärbedarfs des gesamten Lagersortiments wird mit der Strategie - Vorplanung mit Beschaffung auf Lager - durchgeführt. Hereinkommende Kundenaufträge verrechnen sich gegen die Planung. Es ist gewollt, dass zusätzliche Kundenbedarfe den Plan erhöhen. Die Nebenstrategie KE (Kundeneinzel) kann im Kundenauftrag optional verwendet werden (Sonderbedarfe in außerordentli- cher Menge). Optimierung der Prozesse Prognose und Erzeugung des Planprimärbedarfs Zielsetzung ist die individuelle Prognose jeder Filiale und der Zentrale für die Vorplanung der eigenen Kundenaufträge. Die Voraussetzungen dazu wurden in den vorangegangenen Kapiteln über Stammda- ten beschrieben. Die Prognose wird pro Werk für alle relevanten Artikel durchgeführt und die Progno- sewerte in die Materialstämme übertragen. Damit sind sie noch nicht dispositionswirksam, erst mit dem nächsten Verarbeitungsschritt wird automatisch der Planprimärbedarf erzeugt. Das Ergebnis zeigt sich in der Bedarfs- und Bestandsübersicht des Artikels. Die erstellten Planprimär- bedarfe sind bedarfswirksam vorhanden und werden durch die anschließende Materialbedarfsplanung eingedeckt. März 2007 Compris GmbH & Co. KG Seite 3 von 5 www.compris.biz Supply Chain Management Compris GmbH & Co. KG Supply Chain Planning mit R/3-Enterprise im Technischen Großhandel Autor: Dipl.-Ing. Harald Post, Geschäftsführender Gesellschafter Compris GmbH & Co. KG Disposition Netzwerkplanung (Werksübergreifende Materialbedarfsplanung) Die Filialen erzeugen eigene Planprimärbedarfe aufgrund der Prognose. Die Materialbedarfsplanung wird täglich als werksübergreifende Planung für das gesamte Netzwerk durchgeführt. Zuerst werden die Filialen geplant und die Nettobedarfe mit Umlagerungsbestellungen eingedeckt.
