Seit Beginn der Strommarktöffnung in Deutschland sind die Entgelte und sonstigen Konditionen für den Netzzugang durch Dritte einer der Schwerpunkte der öffentlichen energiewirtschaftlichen und -politischen Diskussion. Allgemeine sowie fallspezifische Beschwerden seitens der Netznutzer, aber auch EU-politische und andere Bestrebungen haben verschiedentlich Anlass zu vergleichenden Untersuchungen der Netzzugangskonditionen in Deutschland und anderen europäischen Ländern gegeben. Die so entstandenen Vergleiche befassen sich aber oft nur mit ausgewählten Teilaspekten, sind nur teilweise öffentlich verfügbar und/oder sind aufgrund der jeweils verfolgten Ziele unvollständig und nicht hinreichend für eine objektive Auswertung.
Aufgabe dieses Forschungsprojekts war es, eine umfassende Grundlage für einen objektiven Vergleich der Netzzugangskonditionen in Deutschland mit denen in anderen europäischen Ländern zu erarbeiten. Hierzu sollten die relevanten Konditionen und Einflussfaktoren konkret in den Ländern Deutschland, Schweden, Finnland, England/Wales und Österreich analysiert und vergleichend dargestellt werden. Besonderer Schwerpunkt, aber nicht ausschließlicher Gegenstand der Untersuchung waren dabei die Konditionen für kleinere Kunden (Haushalte, Gewerbe, Landwirtschaft, Kleinindustrie) mit Anschluss an die Netze der Mittel- oder Niederspannungsebene.
(Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA))
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