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Die wirtschaftliche Unternehmenssteuerung durch Enterprise Project Management (EPM)

Rainer Trendelenburg
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Beschreibung
Projekte sind in fast allen Branchen und Unternehmensformen in den Mittelpunkt der strategischen und operativen Unternehmensführung gerückt. Im Rahmen der Globalisierung, des schnellen technologischen Wandels und sich ständig ändernder Marktbedingungen können nur solche Unternehmen überleben, die neben ihren Linienaufgaben eine gezielte Unternehmens- und Produktentwicklung in Form von Projekten fördern. Häufig kommt noch die Durchführung von Kundenaufträgen in Projektform hinzu.

Projekte unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Größe und strategischen Bedeutung, sondern auch bezüglich der Aufgabenstellung und Zielsetzung. Eine grobe Einteilung kann nach Entwicklungsprojekten (R&D), Planungsprojekten (Engineering & Organisation), Realisierungsprojekten und Serviceprojekten vorgenommen werden.

Kaum ein Unternehmen hat bis heute erfolgreich ein unternehmensweites Enterprise Project Management eingeführt. Meist sind Insellösungen im Bereich der operativen Projektbearbeitung und davon isolierte Management Information Systeme installiert, die nicht einmal alle Projekte des Unternehmens umfassen. Die Folge ist, dass das Management keinen umfassenden und aktuellen Überblick der Situation hat, und die Erfolge, Risiken und Kosten der Projekte nicht transparent sind. Projekte werden so zu Kostenträgern aller möglichen Leistungen und „Nichtleistungen“, die möglichst unerkannt im Sande verlaufen sollen. Zudem wehren sich die Projektleiter in der Regel gegen zuviel Transparenz, da sie sich dadurch in ihren Kompetenzen und Entscheidungsfreiräumen beschnitten sehen. Diese Situation stellt eine existenzielle Bedrohung des Unternehmens dar. In diesem Beitrag wird anhand einer Multi ‑ Projektmanagement ‑ Lösung aufgezeigt, wie ein Enterprise Projekt Management aufgebaut und eingeführt werden kann. In Anlehnung an das M ‑ Modell der Universität Osnabrück werden die Methoden und deren Umsetzung als Werkzeuge dargestellt.

Die horizontale Integration (Geschäftsprozesse und Projektlebenszyklus) und vertikale Integration (ERP ‑ Systeme, HR, Operative Systeme) eines solchen Systems in die Unternehmensarchitektur und -organisation ist ein entscheidender Faktor für dessen Akzeptanz und Erfolg.

Im Gegensatz zu den Linienaufgaben erfordert das Projektgeschäft eine hohe Flexibilität in den Methoden und Prozessen. Jedoch lassen sich auch für die Projektarbeit Standardprozesse definieren, die zum einen die Qualität sichern, zum anderen zu einer Verbesserung der Projektabläufe und somit der Projektwirtschaftlichkeit führen. Doch gerade auch die Implementierung stellt die Unternehmen vor große Schwierigkeiten: Sie gelingt nur, wenn die Verantwortung von der obersten Geschäftsleitung wahrgenommen wird und die partiellen Interessen im Unternehmen moderiert und abgewogen werden.
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Autor
  • Rainer Trendelenburg
    Rainer Trendelenburg

    1984 Abschluss Studium der Betriebswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft, Heidelberg 1984 ‑ 1985 Freiberufliche Tätigkeit für Züblin AG, Zürich und Geilinger, Winterthur 1985 ‑ 2000 Geschäftsführender Gesellschafter der ods GmbH 2000 ‑ 2001 Mitglied der Geschäftsleitung und Senior Consultant bei der ULRICH VIESSMANN Consult seit 2001 ...

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