Investments in nachhaltige Geldanlagen in Deutschland wachsen um 45 %
Etwa 1 Milliarde Euro in Klimaschutzfonds neu in 2007
Frankfurt am Main, 13. Dezember 2007. Die Investments in nachhaltige Geldanlagen
durch deutsche, österreichische und schweizerische Anleger wuchsen im Jahr 2006
um 37 Prozent. Insgesamt lag das Volumen Ende 2006 bei knapp 20 Milliarden Euro.
Nachhaltige Publikumsfonds deutschsprachiger Anbieter haben die Marke von 8
Milliarden Euro überschritten; damit wurde das Volumen um fast 40 Prozent
gesteigert. Die Summe des Kapitals von nachhaltigen Mandaten konnte von 6,1 auf
9,4 Milliarden Euro erhöht werden.
"Nachhaltige Geldanlagen sind endgültig aus dem Nischendasein herausgetreten, es
wird deutlich, dass die Zukunft grosse Chancen bereithält - sie enthält aber auch noch
Fallstricke, zum Beispiel mangelnde Kenntnis der Finanzbranche in diesem Bereich",
sagt Volker Weber, Mitglied der Direktion Swisscanto. Er gibt die Devise vor: "Der
beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. So können wir die
Berater und die Kunden von der Überlegenheit der Anlage überzeugen."
Die Überlegenheit der Anlage hat im Jahr 2006 in Deutschland zunehmend überzeugt.
Alleine die Investments deutscher Anleger in nachhaltige Geldanlagen haben sich in
2006 um über 45% auf knapp 8,8 Milliarden Euro erhöht. Deutsche Publikumsfonds
konnten mit knapp 24 Prozent vom Zuwachs profitieren. Aber auch Mandate institutioneller
Investoren bei deutschen Finanzdienstleistern wuchsen erheblich, auf 3,7
Milliarden Euro Ende 2006. Kirchliche Organisationen, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen
sind die größten Investoren in Deutschland.
"Die Nachhaltige Geldanlage findet ihren Weg ins klassische Geschäft ‑ denn die
Anbieter überlegen zunehmend, wer es sich künftig noch leisten kann, einen
derartigen Wachstumsmarkt außer Augen zu lassen." kommentiert Sabine Pex von
der HypoVereinsbank die positive Entwicklung.
Das Nachbarland Schweiz kann ebenfalls Erfolge im Bereich der nachhaltigen
Geldanlagen verbuchen. Diese wurden im Vergleich zu 2005 um 35,3 Prozent stärker
nachgefragt. Publikumsfonds waren für nachhaltige Kapitalanleger auch in der
Schweiz reizvoll. Die Summe des Anlagekapitals erhöhte sich hier sogar um 74
Prozent. Lediglich Österreich fällt beim Ländervergleich aus der Reihe. Nach einer
ungewöhnlich starken Wachstumsphase in den Jahren 2002 bis 2005 wuchs hier die
Nachfrage in 2006 lediglich um 9,6 Prozent.
Im Statusbericht, der mithilfe der Partner Deutsche Bank AG, der Swisscanto und der
HypoVereinsbank finanziert wurde, werden neben der Marktentwicklung Fonds mit
Anlageschwerpunkt Klimaschutz und Klimawandel besonders unter die Lupe
genommen. „Das wachsende Bewusstsein über den Klimawandel gibt den
Geschäftsfeldern saubere Technologien, Energieeffizienz, Umweltmanagement und
Schadensbegrenzung Auftrieb“, konstatiert Hanns Michael Hölz, Global Head
Sustainable Development der Deutschen Bank AG. „So verwundert es nicht, dass der
Fonds DWS Klimawandel, der weltweit in Unternehmen dieser Geschäftsfelder
investiert, 2007 zu den größten Verkaufserfolgen im gesamten Bereich Aktienfonds
zählte.“ Alleine in die im Jahr 2007 neu aufgelegten Klimaschutzfonds flossen bis
Ende August etwa 1 Milliarde Euro. Starkes Wachstum verzeichneten in 2007 auch
Klimaschutzzertifikate. Hier wurden in wenigen Monaten über 300 Millionen Euro
platziert.
Weitere Informationen zur Studie und zu den Partnern des Forums Nachhaltige Geldanlage, finden Sie im downloadbaren PDF.
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