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Business Process Empowerment?

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Frage von Dr. Florian Gröne , Booz & Company | 12.3.2012, 9:42:39
Wirkungsvolles Business Process Empowerment (oder BPE, siehe http://www.competence-site.de/qualitaetsmanagement/Business-Process-Empowerment-Powerful-New-Capabilities-for-Front-Office-Staff), d.h. die Entwicklung von effizienten wie agilen Prozess-Management-Fähigkeiten, kann weder durch Lean/BPR Prozessoptimierung (einmalige Kraftakte, deren Wirkung verpufft?), BPMS-Technologie (Millionengräber?) oder den Aufbau einer „Prozesskultur“ (wirkungslose Esoterik?) allein gelingen – es Bedarf eines integrierten Ansatzes, der kontinuierliche Verbesserung, Kultur-Wandel und Prozess-Technologien intelligent miteinander verbindet.

 

Wie sind Unternehmen heute aufgestellt, um eine solch integriertes Prozess-Empowerment zu erreichen?  Was fehlt?  Wo im Unternehmen sollte diese Kompetenz verantwortet und vorangetrieben werden?

 
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  • Markus Brenner
    Antwort von Markus Brenner , Horváth & Partners Management Consultants zu Business Process Empowerment? von Dr. Florian Gröne | 21.3.2012, 17:26:01 RE: ( 2 ) Business Process Empowerment?

    Sehr geehrte Herren,   ich möchte auf die eingangs gestellte Frage bzgl. der Umsetzung von Prozessmanagement das Beispiel eines uns bekannten Unternehmens berichten: Das Unternehmen ist ein Dienstleistungsunternehmen in einem sehr dynamischen Marktumfeld. Zur Sicherstellung einer hohen Performance...  mehr

    Sehr geehrte Herren,

     

    ich möchte auf die eingangs gestellte Frage bzgl. der Umsetzung von Prozessmanagement das Beispiel eines uns bekannten Unternehmens berichten:

    Das Unternehmen ist ein Dienstleistungsunternehmen in einem sehr dynamischen Marktumfeld. Zur Sicherstellung einer hohen Performance (d.h. optimale Erfüllung der Kundenanforderungen bzgl. Zeit, Qualität sowie der internen Effizienzziele) hat sich das Unternehmen entschlossen, sich prozessorientiert ausrichten.

    Hierzu wurden aufbauend auf einem Top Down-Prozessmodell der gesamten Organisation durch die GF „Process Owner“(Managementebene) für klar definierte Prozesse bestimmt. Durch die jeweiligen Process Owner wurden in einem zweiten Schritt „Process Manager“ für operative Themen bestimmt. Die Prozessverantwortung umfasst das gesamte Unternehmen, d.h. sowohl Front Office, Back Office als auch unterstützende Einheiten.

    Sowohl für Process Owner als auch Process Manager sind jeweils Rollenprofile mit Aufgaben, Rechten und Pflichten etc. definiert. Zusätzlich zu diesen beiden Rollen, welche für die operative Geschäftstätigkeit zuständig sind ist eine zentrale Stabeinheit „Prozessmanagement“ für die Anwendung und Weiterentwicklung der Methode zuständig.

    Im Zusammenhang mit Prozessverantwortung ist natürlich immer auch das Zusammenspiel mit der funktionalen Aufbauorganisation zu definieren. Wenn dies gelingt, wie im Beispiel des genannten Unternehmens, können die an das Prozessmanagement gestellten Ziele i.d.R. erreicht werden.

  • Uwe Feddern
    Antwort von Uwe Feddern , BPM&O GmbH zu Business Process Empowerment? von Dr. Florian Gröne | 18.3.2012, 12:40:51 RE:Business Process Empowerment?

    Sehr geehrter Herr  Dr. Gröne, da haben Sie völlig Recht. Die Unternehmen sind viel zu komplex, als dass man an einzelnen Stellen isolierte Veränderungen umsetzen kann. Die Einführung einer neuen Software z.B.  führt oftmals zu veränderten Prozessen, diese zu Qualifizierungsbedarf bei den Mitarbeitern  und/oder...  mehr

    Sehr geehrter Herr  Dr. Gröne,

    da haben Sie völlig Recht. Die Unternehmen sind viel zu komplex, als dass man an einzelnen Stellen isolierte Veränderungen umsetzen kann.
    Die Einführung einer neuen Software z.B.  führt oftmals zu veränderten Prozessen, diese zu Qualifizierungsbedarf bei den Mitarbeitern  und/oder Anpassungen in der Aufbauorganisation usw ….

    Für den erfolgreichen Aufbau  einer prozessorientierten Unternehmensführung sind unterschiedliche Elemente der Organisation aufeinander abzustimmen. Das von uns entwickelte BPM&O-Modell (siehe http://bit.ly/yAQ7Tz) ist ein Systemmodell für eine ganzheitliche Betrachtung prozessorientierter Unternehmen, welche diese wechselseitige Beeinflussung berücksichtigt. Wir nutzen es sowohl für eine  Analyse der Ausgangsituation als auch für die Konkretisierung und Planung von Umsetzungsprojekten.

    Ziel der prozessorientierten Unternehmensführung ist es letztendlich, die Organisation vorrangig über die Prozesse zu steuern, anstatt entlang der funktionalen Aufbauorganisation. Dies erfordert Führungskräfte, die für die Gestaltung und Steuerung der Prozesse verantwortlich sind und z.B. sicherstellen, dass eine definierte Unternehmensstrategie, auch ihre Umsetzung findet.

    Und auch hier sprechen wir nicht nur von der Einrichtung neuer Führungsrollen, sondern von einem organisationalen Veränderungsprozess, der dies überhaupt möglich macht. Es gibt noch viel zu tun, packen wir´s an :-) !
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