Wer sich die notwendigen Abläufe bei Jahresabschlüssen genauer anschaut, stellt schnell fest, dass dem Aufwand zur Erstellung («Closing») ein fast ebenso hoher für die gesetzeskonforme Veröffentlichung «Disclosure» folgt. Da der Abschluss ja keinen Selbstzweck hat, sondern den Stakeholdern die Ertrags- und Vermögenssituation darstellen muss, wird der Disclosure-Prozess etwas bildlicher auch als «Last Mile of Finance» bezeichnet.
Für diese letzte Meile gilt es, neben reinen Zahleninformationen und Tabellen eine Vielzahl deskriptiver Informationen in Form von Lagebericht, Prüfungsvermerken, Bericht des Aufsichtsrats und Unternehmensdarstellung vorzubereiten. Hinzu kommen die vorgeschriebenen Angaben im Anhang, deren exponentieller Anstieg insbesondere durch die Umstellung auf IFRS ausgelöst worden ist. Um den IFRS-Anforderungen zu genügen, müssen zum Beispiel Informationen zu Mitarbeitern, Rechnungslegungsvorschriften, Vergütung von Management und Aufsichtsrat oder Honorare von Wirtschaftsprüfern detailliert dargelegt werden.
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