Renaissance der Rechtssysteme und Kanzleien kontinental-europäischer Prägung?!, Prof. Dr. Friedrich Graf von Westphalen (Graf von Westphalen)
Liebe Leserinnen und Leser,
mit der Globalisierung gewann in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur das Englische noch einmal deutlich als Lingua Franca an Einfluss, sondern zugleich wuchs auch die Bedeutung des angelsächsischen Rechtssystems als globales rechtliches Referenz-System. Davon profitierten dann vor allem angelsächsische Kanzleien, die oft für Kunden wie für Bewerber zur ersten Wahl wurden.
Durch die Krise findet auf vielen Gebieten eine Rückbesinnung statt. So stellt sich die Frage, wie sich dieser Rückbesinnungstrend auf die Bedeutung der Rechtssysteme und Kanzleien auswirkt. Kommt es zur Renaissance kontinental-europäischer Rechtssysteme und Kanzleien, kommt es zur Co-Existenz oder ist die bisherige Entwicklung unumkehrbar und wird sich so weiter fortsetzen?
Was überhaupt zeichnet kontinental-europäische Rechtssysteme und Kanzleien aus? Wie differenzieren sich kontinental-europäische Kanzleien z.B. in ihrem Rechtsverständnis und ihrem Verhältnis zu Kunden und Mitarbeitern. Stellt die kontinental-europäische Kanzlei darin eine gleichberechtigte Alternative dar?
Es freut uns, dass mit Herrn Dr. Hans Flick, Herrn Professor Dr. Friedrich Graf von Westphalen und Herrn Dr. Thomas Wülfing drei Gründer kontinentaleuropäischer Kanzleien sich zu diesem Thema äußern, deren Kanzleien sich in besonderem Maße durch ihr Selbstverständnis und ihre Kultur auszeichnen!
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen das NetSkill-Team
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