In wenigen Tagen öffnet mit der CeBIT die wichtigste Kongress-Messe der ITK-Industrie ihre Pforten.
Innovationen wie die CRM-Expo@CeBIT oder die neue Terminvereinbarung von Match & Meet zeigen neue Perspektiven auf: Die CeBIT als Herz der digitalen Welt, 365 Tage verfügbar und vernetzt mit allen relevanten Partnern der ITK-Branche!
Wohin werden sich Ihrer Meinung nach die Messen in Zukunft entwickeln (müssen)?
Meine Thesen:
These Nr. 1: Die
Messe der Zukunft =
Messe + Social + Content + Tweets + ...
Die Messen der Zukunft sind keine einmaligen „Events“ mehr, sondern kontinuierliche Informations- und Kommunikationsplattformen. Als solche realisieren sie ganzheitlich eine Mischung aus klassischer Messe, sozialen Netzwerken (Xing, LinkedIn, Google+), Informationsplattformen (Competence Site) und Mikroblogging (Tweets, Twitter).
Die Besucher der Zukunft möchten sich kontinuierlich und aktuell über ihre Branchen und Themen informieren, mögliche Ansprechpartner und Lösungen identifizieren (Matchmaking oder über Content-Vernetzungen!) und fachlich-inhaltlich bewerten können, sich mit ihren Communities über Handlungsfelder, Vorgehensmodelle und Best-Practices austauschen und gemeinsam Lösungen finden bzw. entwickeln. So werden die Messen der Zukunft, jenseits des Events, zu Social-B2B-Communities of Practice und zu „Marktplätzen als Foren“, wie es Prahalad & Co bereits in die Zukunft des Wettbewerbs formuliert bzw. gefordert haben.
These Nr. 2: Messen der Zukunft funktionieren (am besten) als föderierte Systeme
Wie aber werden diese Messen der Zukunft (und damit auch die Verbände und sozialen Netzwerke der Zukunft) realisiert? Eine Möglichkeit wären integrierte, monolithische Gesamtsysteme. Dann würden sich durch Konvergenz in Richtung Social-B2B-Networking in Zukunft mehrere alternative Anbieter solcher Plattformen konkurrierend gegenüber stehen.
Meine These: Viel sinnvoller ist es, wenn sich Best-Of-Breed-Partner als föderierte Systeme vernetzen. Wenn sich die Messen, Xings, LinkedIns, Competence Sites und Twitters jeweils öffnen und vernetzen, dann bieten sie die Chance, dass ganzheitliche Lösungen als Integration der Best-Of-Breed-Lösungen (Veranstaltungen, Netzwerke, Content, News) der Partner entstehen. Jeder Partner würde seine spezifischen Leistungen im Schwerpunkt realisieren, zugleich würde die Integration das gewünschte Zielszenario unterstützen. Die spannende Frage hierbei ist: Sind dazu die Partner bereit oder bleibt jeder eine Insel?
Über Ihre Diskussionsbeiträge als Besucher, Aussteller und Veranstalter würde ich mich freuen!
Ihr
Wolfgang Martin