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Rekommunalisierung mit Augenmaß! - Wirtschaftliche und strategische Steuerung von Chancen und Risiken für Kommunen und Stadtwerke

37-seitiges Positionspapier
Rekommunalisierung mit Augenmaß! - Wirtschaftliche und strategische Steuerung von Chancen und Risiken für Kommunen und Stadtwerke
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Beschreibung
Erträge aus Konzessionsverträgen für Energieversorgungsnetze stellen für die meisten deutschen Städte und Gemeinden eine wichtige Einnahmequelle dar. In aller Regel haben in den 80er und 90er Jahren die Kommunen einem der großen Versorgungskonzerne die Aufgaben rund um die Netze übertragen. Auch das Eigentum an den Netzen wurde in diesem Rahmen meist an den Versorger übertragen. Während der Blütezeit der Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte in Deutschland, die im letzten Jahrzehnt begann, wurden diese privatwirtschaftlichen Strukturen kaum ernsthaft infrage gestellt. Mit dieser Ruhe ist es seit einiger Zeit allerdings vorbei. Denn Enttäuschung mit den Ergebnissen der Privatisierung macht sich breit. Das Pendel schwingt zurück.

Dieser Begriff „Rekommunalisierung“ ist seitdem in aller Munde. Er steht generell für die Rückführung der Kontrolle über Aufgaben oder Vermögen aus der Privatwirtschaft in den öffentlichen Bereich einer Kommune. In der aktuellen Diskussion ist damit in erster Linie der Bereich der Infrastruktur der Ver- und Entsorgung, also Strom-, Gas-, Fernwärme-, Wasser- und Abwassernetze gemeint. Rekommunalisierung bezieht sich generell aber auch auf die der Infrastrukturebene vor- und nachgelagerten Aufgaben, wie Betrieb und Wartung der Messstellen, Ablesung, Energiebeschaffung, Vertrieb oder Kundenservice.

Etwa 80% der Stadtwerke und kommunalen Versorgungsunternehmen denken zurzeit aktiv über eine Rekommunalisierung oder über stärkere interkommunale Zusammenarbeiten im Sinne einer horizontalen Integration von Aufgaben nach. Eine Studie der Universität Leipzig nennt einen Anteil von etwa 15% der Kommunen, die ausdrücklich mit ihrem bisherigen privaten Netzbetreiber unzufrieden sind. Weil im Laufe der kommenden Jahre viele der mehr als 20.000 bestehenden Konzessionsverträge auslaufen, denken zurzeit viele Städte und Gemeinden intensiv über eine „Rekommunalisierung“ nach. Die meisten Konzessionsverträge laufen in den Jahren 2016 und 2017 aus.
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Autor
  • Peter Jumpertz
    Peter Jumpertz

    Experte für Strategie- und Unternehmensentwicklung. Peter Jumpertz ist Unternehmensberater mit Führungserfahrung für Unternehmen der Energie- und Versorgungswirtschaft, des Post- und Express-Wesens und der Finanzdienstleistungs-Branche. Seit fast 25 Jahren ist er in verantwortlicher Position und als Gründer und Miteigentümer erfolgreicher...

  • Henner Schmidt
    Henner Schmidt

    Henner Schmidt bringt langjährige Erfahrungen in der Unternehmensberatung und im Management auf Zeit ein. Neben zahlreichen Projekten zur Strategieentwicklung, zur Produktionsoptimierung und zur Organisation hat er sich besonders mit dem Standortmanagement und der Standortentwicklung großer Industriekomplexe, vor allem in der Chemiebranche beschäftigt. Henner...

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