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    Krisengewinner?

    Wer gut aufgestellt ist, kann gestärkt aus der Rezession hervorgehen
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    Bei den LKW-Herstellern, den Schiffbauern und in der Luftfahrtindustrie ist der Auftragseingang zusammengebrochen. Die Wirtschaftsforscher revidieren im Wochentakt ihre Prognosen nach unten. Die Bundesregierung schnürt Konjunkturpakete in ungeahnten Ausmaßen. Die Rezession ist da. Wie schlägt sich die Wachstumsbranche Logistik in diesen harten Zeiten?

    Blendet man einmal die Risiken Finanzierung und Liquiditätssicherung aus, die hier nicht erörtert werden können, dann steht die Frage nach den operativen Handlungsmöglichkeiten der Geschäftsleitungen im Vordergrund. Jeder Nachfrageeinbruch löst auf Unternehmensebene die betriebswirtschaftlich gebotenen Reaktionen aus. Der ohnehin stets präsente Rationalisierungsdruck wird erneut schärfer. Weitere Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung bei Strukturen und Abläufen werden gesucht und realisiert, und vor allem und zuerst werden die Kapazitäten der veränderten Auftragslage angepasst.

    Ein zentraler Aspekt ist dabei für Handels- und Industrieunternehmen erneut die Frage: „make or buy?“ Stehe ich mittel­fristig besser da, wenn ich meine (intra-) logistischen Abläufe selbst optimiere oder ist nicht das Outsourcing vorzuziehen? Diese Frage wird danach zu beantworten sein, inwieweit man die Logistik zu seinen Kernkompetenzen zählt. Wer mit Fug und Recht von sich behaupten kann, sich durch seine Logistikqualität vom Wettbewerb zu unterscheiden, der legt an einen möglichen Dienstleister höchste Anforderungen an und wird im Zweifelsfalle lieber nichts an Dritte vergeben.

    Für alle anderen liegen die ausschlaggebenden Argumente auf der Hand: Wer seine Logistik an Dienstleister vergibt, der senkt seine Mittelbindung sofort und deutlich, kann seine Logistikkosten mit sich ändernden Auftrags- und Abwicklungsmengen flexibel halten und überträgt Teile der Verantwortung für die laufende Prozessoptimierung an den Dienstleister.

    Diese Prozessoptimierung allerdings ist und bleibt unverzichtbar. Volumen zu bündeln, dadurch die Auslastung und den Durchsatz zu verbessern und insgesamt die Logistikqualität bei Termintreue und Kundenorientierung ständig weiter zu verbessern, das ist in jedem Falle der Schlüssel zum Erfolg. Das kann intern geschehen – so holt derzeit ein führendes Versand­handelsunternehmen früher dezentrale Logistikaktivitäten seiner Tochtergesellschaften an den zentralen Standort zurück – es kann aber auch die besondere Qualität des Dienstleisters sein, Größenvorteile durch Bündelung von Volumina zu realisieren und an die Auftraggeber weiter zu reichen.

    Es überrascht nicht, dass für die Optimierung besser gerüstet ist, wer bereits über geeignete Anlagen, Prozesse und IT-Unterstützung verfügt. Sie bieten ihm die erforderliche Flexibilität, um neue Aufgaben und neue Effizienzanforderungen aus dem Stand heraus meistern zu können.

    Von den Logistiksystemen wird man dabei eine ganze Reihe zweckdienlicher Eigenschaften erwarten: Eine übergreifende Ressourcensteuerung sollte dazu gehören, die es erlaubt, Bestände getrennt zu führen, aber die Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Selbstverständlich sollten sie mandanten- und klientenfähig sein und eine flexible Prozesssteuerung bieten. Leitstandsfunktionen sollten Planung, Steuerung und differenzierte, kennzahlengestützte Auswertungen ermöglichen.

    Aber auch dort lassen sich Optimierungspotenziale identifizieren. In vielen Logistikbereichen findet sich immer noch eine bunte Landschaft diverser Systeme, die durch mehr oder weniger glatt arbeitende Schnittstellen zusammengehalten werden. Wo ist hier anzusetzen?

    Inzwischen bieten moderne Logistik­lösungen einen deutlich höheren Abdeckungsgrad vom Auftragseingang bis zur direkten Anlagensteuerung. Sei es unter SAP oder mit eigenständigen „Best-of-Breed“-Lösungen wie dem inconsoWMS: Dieses erweiterte Leistungsspektrum eröffnet neue Möglichkeiten, Systeme und Funktionen zu bündeln und zu vereinheitlichen. So spart man nennenswert Wartungsaufwand und erhöht Funktionsbereit­schaft und Performance. Zugleich ver­- bessert es die Chancen, alle Prozesse übergreifend und flexibel zu steuern.

    Die Flexibilität zur übergreifenden Steuerung wird sich als umso wichtiger erweisen, als die Krise in jedem Falle die Branchenkonsolidierung vorantreiben wird. Die Bündelung der Kapazitäten wird sich auch so vollziehen, dass schwächere Unternehmen aus dem Markt ausscheiden werden. Den Erfolg wird davontragen, wer sich auch in schwierigen Zeiten auf eine stabile Kundenbasis stützen kann, wer über die kritische Masse verfügt, um sich bietendes Geschäftsvolumen zu absorbieren und wer seine IT-Systeme frühzeitig auf Skalierbarkeit und Flexibilität ausgerichtet hat.

    Denn: immer wenn Partner aus einem logistischen Netzwerk ausscheiden, stellt sich die Frage, wie schnell und einfach können sie erforderlichenfalls durch neue ersetzt werden. Das wird sich leichter bewerkstelligen lassen, wenn sich Unter­nehmen zusammenfinden, deren Systeme vergleichbar flexibel und also rasch und reibungslos miteinander zu integrieren sind; zum Beispiel in der Kooperation mit externen Transporteuren, aber auch mit Lieferanten und Kunden.

    Im besten Falle kann man die Transport- und Warehouse Management Systeme der verschiedenen Netzwerkpartner mit einem übergreifenden System wie dem inconsoSCE durchgängig steuern. Damit können sämtliche im Netz verfügbaren Ressourcen aus einer Anwendung heraus disponiert werden: Menschen, Technik und Transporte – von der Warenbereitstellung über Empfang, Kontrolle und Handling bis zu den Transporten im Versand.

    Sind das wirklich neue Themen? Nein, die laufende Krise verändert die Herausforderungen und Risiken in der Logistiklandschaft kaum. Sie beschleunigt höchstens branchenweite Entwicklungen, die alle Marktteilnehmer ohnehin beschäftigen. Sie bietet aber den Flexiblen und den Starken zusätzliche Chancen, ihre Positionen auszubauen und sich für die absehbare Konjunkturerholung ideal aufzustellen. Gleich ob über flexibel adaptierte Standardsysteme oder über „Best-of-Breed“-Lösungen, wer jetzt gut aufgestellt ist, um die sich in der Krise bietenden Chancen zu nutzen – der kann gestärkt aus der Rezession hervorgehen.
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      inconso AG

      Über 300 Mitarbeiter an sieben Standorten bieten mit fundierter Beratung, innovativen, praxisgerechten Software-Produkten und professioneller Systemintegration Lösungen zur Optimierung kundenspezifischer Logistikprozesse. Schwerpunkte sind das Warehouse Management, die Distributions- und Beschaffungslogistik sowie das Enterprise Ressource Management für...