Klassische Open-end-Strukturen sind bei Investments auf Rohöl aktuell wegen der Rollproblematik tückisch. Doch es gibt attraktive Alternativen.
Aktuell herrscht am Terminmarkt für Rohöl eine ausgeprägte Contango-Situation. Viele Analysten sprechen sogar von einem „Super-Contango“. Dies bedeutet, dass die Kontrakte mit längerer Laufzeit deutlich höher notieren als die nächstfälligen Kontrakte.
Ein solcher „Super-Contango“ ist eine äußerst seltene Konstellation. In den vergangenen beiden Jahrzehnten nahm die Forward-Kurve nur dreimal einen derart stark s teigenden Verlauf an. Die Gründe sind jedoch diesmal nicht – wie bisher – in hohen Lagerbeständen zu suchen, sondern vielmehr in der Finanzkrise und in der damit verbundenen Kreditklemme. Da Liquidität knapp und der Preis des Geldes hoch ist, ziehen viele Marktteilnehmer ein Engagement in Futureskontrakten dem Spotmarkt vor, weil dadurch der Kapitalaufwand deutlich reduziert werden kann.
Auch wenn einige Investoren zukünftig wieder steigende Rohölpreise erwarten, so würden Käufer von Openend- Zertifikaten von einer Erholung der Sorten Brent und WTI vermutlich nicht deutlich profitieren. Aufgrund der aktuell sehr steil ansteigenden Forward-Kurve droht eine negative „Rollperformance“.
Weiteres aus dem Inhalt:
- Feste Laufzeiten, statt endlos
- Abflachen der Forward-Kurve
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