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    Kupfer – Bricht der Aufwärtstrend? - Investment & Life Rohstoffe 27/09

    Société Générale
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    Topthema Investment & Life Rohstoffe KW 27

    Kupfer – Bricht der Aufwärtstrend?

    Das Industriemetall Kupfer, das sich im Periodensystem unter dem Kürzel „Cu“ verbirgt, wurde erstmals vor 12.000 Jahren entdeckt und zählt somit zu den ältesten Metallen der Menschheitsgeschichte. Schon früh wussten die Menschen, das gut zu verarbeitende Material zu formen und zu gebrauchen. Der Name „Kupfer“ leitet sich dabei wohl aus dem römischen „aes cyprium“ ab, was soviel wie „Erz aus Zypern“ bedeutet. Heutzutage zählt Kupfer zu den wichtigsten Metallen überhaupt. So sorgt die hohe Leitfähigkeit Kupfers dafür, dass das Metall bei der Produktion von Stromkabeln und Leitungen unverzichtbar geworden ist. Ebenfalls wird Kupfer sehr häufig zu Münzen verarbeitet, wobei einerseits starke und deutliche Konturen auf den Münzen möglich sind, andererseits sorgt die Leitfähigkeit dafür, dass Münzen in Automaten eindeutig erkennbar werden. So bestehen die 10, 20 sowie 50 Cent-Münzen aus einer Legierung mit einem Kupferanteil von knapp 90 Prozent, bei den 1- bzw 2-Euro-Münzen ist vor allem der goldfarbene Kern kupferhaltig. Weitere Verwendung findet das Industriemetall unter anderem in der Automobilindustrie sowie in der Solarbranche.

    Hauptförderer von Kupfer sind Chile sowie die Vereinigten Staaten von Amerika, wobei beide Länder etwa 20 Prozent des weltweiten Kupfervorkommens beherbergen. Gehandelt wird Kupfer in Terminkontrakten, hier nehmen die Terminbörsen in London (LME) sowie in Shanghai (SHME) eine große Bedeutung ein.
    In den vergangenen Monaten war der Kupferpreis immer wieder in den Nachrichten. So waren es vor allem die immer steigenden Kupferzukäufe Chinas, die den Kupferpreis beeinflussten. So stieg der Preis pro Tonne Kupfer „Grade A“ seit Jahresbeginn um 65 Prozent von 3.049 US-Dollar auf zuletzt 5.024 US-Dollar. Dabei lässt sich am Chart eindeutig ein stetiger Aufwärtstrend ablesen. Jüngste Rückschläge konnte der Kupferpreis locker überwinden und so im Vergleich zum vergangenen Montag erneut um knapp 6 Prozent zulegen. Die letzten Meldungen Chinas, die Lagervorräte nicht weiter aufstocken zu wollen, dürften sich nun wiederum negativ auf den Preis auswirken, auch wenn die Kupferpreise zunächst noch verhalten auf diese Meldung reagierten. Positive Signale könnten hingegen von der Solarbranche kommen. Hier ist Kupfer enorm wichtig. Moderne Photovoltaikanlagen bestehen zu knapp 90 Prozent aus Kupfer. Die Meldung, dass Experten in den nächsten Jahren von einem rasant wachsenden Solarmarkt ausgehen, könnte dem Kupferpreis, durch eine steigende Nachfrage, Halt geben. Allerdings stellten die Kupferimporte Chinas in der letzten Zeit einen so hohen Anteil an der Gesamtnachfrage, dass die Solarbranche einem Nachfragerückgang Chinas nicht viel entgegenbringen könnte. Die Kupfernachfrage orientiert sich zudem gewöhnlicherweise an den von der Wirtschaft ausgehenden Konjunktursignalen. Da diese jedoch derzeit keinen Antrieb haben, fehlt dem Kupferpreis auch hier die nötige Unterstützung und ein sinkender Kupferpreis scheint nur noch eine Frage der Zeit.

    Weiteres aus dem Inhalt:

    • Edelmetalle: Palladium – Aufwärtstrend setzt sich zunächst fort
    • Industriemetalle: Aluminium – Preiserholung
    • Energie: Ölpreis mit positivem Wochenstart
    • Agrarrohstoffe: Weizenpreis weiter unter Druck
    • Partizipations-Zertifikate
    • Aktuelle Fowardkurven
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    • Andreas Kotula
      Andreas Kotula

      WORK EXPERIENCE Since 07/2007 Société Générale SA, Frankfurt, Germany Junior Marketer in the Equity Derivatives Division • Responsible for Marketing Listed Products Germany & Austria 2005-2007 Société Générale SA, Frankfurt, Germany (19 months) Student Trainee in the Equity Derivatives Division • Writing the major articles for the bimonthly...

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