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Probleme beim Rohstoffhandel!

Christian Grabbe
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Probleme beim Rohstoffhandel!

Das Thema Rohstoffe findet bei immer mehr Anlegern Beachtung. Die fast täglichen Berichte in den Medien über klimatische Einflüsse auf Ernten bis hin zu  Naturkatastrophen unterstützen die Kursfantasien ebenso wie die wieder anziehende Weltkonjunktur. Auch das Sichern und Horten von Rohstoffvorkommen einzelner Volkswirtschaften für die Produktion treibt die Spekulation. Und diese wiederum führt geradezu zu einer Erfüllung der Prophezeiungen, da der Anteil der spekulativen Investoren im Handel mit Rohstoffen kontinuierlich wächst. Auf diesen Zug springen auch viele Privatanleger auf, bieten sich mit Zertifikaten doch einfachste Möglichkeiten des Marktzugriffs. Das Problem aller Finanzinvestoren ist allerdings das nicht vorhandene Interesse an physischen Beständen. Die Logistik solcher Warenlager ist nur für tatsächliche Produzenten beherrschbar. Somit bleibt bei der spekulativen Überlegung nur der Handel von Rohstoffen mittels Terminkontrakten.

Diese weisen aber vornehmlich eine sogenannte Contango-Formation auf. Dabei liegen die Preise für den Handel auf Termin über dem aktuellen Spot-Preis. Folglich kommt es bei den Termingeschäften bis zur Fälligkeit zu Laufzeitverlusten. Diese sind zwar richtig und logisch, da bei einer Investition in die Zukunft die problematische und teure Logistik erspart bleibt. Für den reinen Investor bedeuten sie trotzdem eine systematische Reduzierung seiner Rendite. Wenn die Märkte dann nicht entsprechend zulegen können, entstehen daraus gar Verluste. Zwar haben Emittenten Produkte im Angebot, die die Verluste aus dem Terminhandel reduzieren sollen. Eine finale Möglichkeit zur Vermeidung dessen wird es allerdings nie geben. Darum sind langfristige Investitionen in Rohstoffe grundsätzlich kritisch zu betrachten. Eine echte Alternative dagegen können Engagements in Firmen darstellen, die in der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen ihren Geschäftszweck sehen. Diese verkaufen oftmals sogar ihre Erzeugnisse an den Terminmärkten. Höhere Preise schlagen sich dann in Form steigender Margen nieder, was wiederum zu steigenden Kursen der Unternehmen an den Börsen führen sollte. Die Angebotspalette solcher Themen-Zertifikate ist umfangreich, bedarf aber immer einer genauen Prüfung der Baskets und Indizes beim Emittenten! Die aktuelle Übernahmefantasie kann bei der Spekulation auf steigende Rohstoffpreise für zusätzlichen Kursauftrieb sorgen.

Der Autor dieses Artikels ist Christian Grabbe, Derivateexperte bei der Baader Bank AG und zuständig für alle Derivategeschäfte. Weitere Informationen rund um die Themen Indizes, Aktien, Anleihen, Hebelprodukte, ETFs, Devisen und Rohstoffe erhalten Sie auf www.Baadermarkets.de sowie in dem kostenlosen Newsletter Zertifikate Börse.

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