Auch in den nächsten sechs bis zwölf Monaten werden Inflation und Geldpolitik bestimmende Themen an den Kapitalmärkten der Schwellenländer sein. Der in den nächsten Monaten erwartete Rückgang der globalen Lebensmittelpreise könnte jedoch dazu führen, dass in diesen Wachstumsmärkten die Inflationsraten abnehmen. Dann dürften sich dort auch die geldpolitischen Zügel wieder lockern.
Die aktuellen Daten des Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index (PMI)) zeigen, dass die größten Konjunkturrückgänge derzeit in entwickelten Volkswirtschaften zu finden sind, während sich die Wachstumsmärkte als vergleichsweise widerstandsfähig erweisen. Dies beruht teilweise darauf, dass sich das Wachstum in den größten Schwellenländern bereits seit Herbst 2010 abgekühlt hat – als Folge strikter geldpolitischer Maßnahmen, mit denen die Staaten die aufkeimende Inflation eindämmen wollten.
Die Inflation bei den Preisen für Nahrungsmittel hat offenbar einen großen Teil des Inflationsproblems in den Wachstumsmärkten ausgemacht. Der Auftrieb der Lebensmittelpreise dürfte jedoch in diesem Sommer seinen Höhepunkt erreichen. Gleichzeitig könnten jedoch die Preise für Energie steigen, was sich auch auf die Gesamtinflation in den Wachstumsmärkten auswirken wird.[...]
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