Diese Delphi-Studie fast die Ergebnisse aus der ersten Frage des Virtual Roundtables zu SAP-Globalization zusammen. Hier wurde nach den 4 wichtigsten und erfolgskritischen Herausforderungen beim internationalen Einsatz von SAP gefragt.
Besonders deutlich bei den Teilnehmern des Roundtables zeigt sich der Unterschied zwischen Anwendern und Beratern. Die daraus resultierenden unterschiedlichen Antworten, zeigen die unterschiedlichen Perspektiven – und letztlich auch Verantwortungen im Betrieb und Rollout mit internationalen Teams und Standorten.
Beide Gruppen – Anwender und Berater – nannten folgende 3 Punkte als wichtig:
- Projektdefiniton und Projektmanagement: Zielformulierung, Planung, Teamzusammensetzung, Meetings vor Ort
- Cross-Culture-Elements: Berücksichtigung von Mentalität, Historie und Interessen der Beteiligten
- Design und Architektur der IT-Strukturen und Vorgehensweise
Für Anwender sind darüber hinaus noch 2 Themen besonders wichtig:
- Im Betrieb & Rollout: Prozesse, Standards und Support
- Organisational: Teammotivation und Top-Management-Support
Übereinstimmender Meinung sind die Anwender und Berater also in den Punkten Projektdefiniton und Projektmanagement, Cross-Culture-Elements und Design und Architektur. Die Anwender fanden noch Prozesse, Standards und Support im Betrieb sehr wichtig. Zudem meinten die Anwender, dass beim internationalen Einsatz von SAP auch die Teammotivation und der Top-Management-Support stimmen muss.
Die Berater stuften zusätzlich noch den Punkt Flexibilität und Betrieb sowie Organisation der Systempflege als wichtig ein.
Otto Schell (Sprecher des AK Globalisation/DSAG) weist auf folgende wichtige Aspekte hin: die Verantwortlichkeiten zwischen IT und Business müssen sauber definiert sein, um eine adäquate Umsetzung der Business-Anforderungen zu gewährleisten. Denn mit der zunehmenden technologischen Ausrichtung der Integrationsplattformen besteht die Gefahr inhaltlicher Missverständnisse und technisch unzureichender Lösungen. Um die Nachhaltigkeit der globalen Projekte sicher zu stellen, ist es wichtig, den 'TOP-Down' Ansatz mit einer langfristig ausgelegte Vision für den globalen SAP-Betrieb zu ergänzen.
Erwähnenswert erscheint zudem die Aussage der Berater Volker Kolberg und Rolf Jankow (btconsult), die darauf hinwiesen, dass im Sinne der Kontrolle der TCO auch eine Prozessharmonisierung, eingebettet in eine „globalisierte“ Unternehmenssteuerung, erfolgen sollte.
Auf Basis dieses ersten Roundtables zur internationalen SAP-Einführung werden künftig weitere Themen zu SAP Globalisierung behandelt und auch in weiteren Delphi-Studien zusammengefasst dargestellt werden.
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