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    Zwei Welten verbinden: Integration von SAP NetWeaver Portal und Microsoft SharePoint

    Interview mit Markus Marenbach zum Event „Web & Portal Technology 2010“
    Markus Marenbach
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    Beschreibung

    1. In welcher Situation befinden sich Unternehmen, die Portal-Software von SAP und Microsoft (SharePoint) nutzen möchten? Können Sie hier ein Kundenszenario skizzieren?

    Das SAP NetWeaver Portal wird im Unternehmen häufig als zentrale Plattform zum Management und zur Bündelung von Geschäftsprozessen eingeführt. Mit den von SAP angebotenen Business Packages, wie zum Beispiel für Employee Self Service (ESS), ist dies einfach und mit geringem Zeitaufwand möglich.

    Microsoft SharePoint und insbesondere Windows SharePoint Services haben sich in vielen Unternehmen eher dezentral etabliert. Einzelne Fachabteilungen wie Marketing, Vertrieb, HR u.a. nutzen SharePoint zur Teamarbeit: Dokumente, Links und andere wichtige Wissensbausteine werden Bereichsintern erfasst und abgelegt.

    Diese parallele Nutzung von SAP und Microsoft Technologie führt in ein Dilemma. Der Endanwender ist verunsichert. In welchem System findet er welche Informationen und Services? Es ist natürlich schwierig, mit so einer Konstellation den Governance Richtlinien des Unternehmens zu entsprechen.

    Rein funktional betrachtet haben aber beide Plattformen Ihre Berechtigung. Es geht also in vielen Kundenszenarien darum, dass das Endergebnis - also das Unternehmensportal oder Intranet - sich wie ein integriertes System verhält.


    2. Worin liegen die Stärken beider Technologien und welcher Mehrwert ergibt sich aus der Verbindung beider Welten?

    Der Vorteil des SAP Portals liegt in der großen Nähe zur SAP ERP Plattform. Microsoft SharePoint hat seine Stärken vor allem im Bereich der einfachen Nutzung und der Microsoft Office Integration. Den Anwendern sind die Technologien letztendlich egal. Sie wünschen sich eine integrierte „Information Worker Plattform“, die alle Informationen und Services unter dem Dach des Unternehmensportals vereint.

    Dies ist zu vergleichen mit der Hybridtechnologie bei Automobilen. Auch hier werden zwei Technologien, der Verbrennungsmotor und der Elektromotor, gemeinsam in einem System, dem Auto, genutzt. Die Vorteile in der Praxis sind bekannt: Weniger Verbrauch und geringere Lärmbelastung bei gleichzeitig guter Reichweite. - So ähnlich verhält es sich bei der Verbindung des SAP Portals mit Microsoft SharePoint. Wir betrachten Microsoft SharePoint momentan als den unterstützenden Elektromotor. In jedem Fall darf der Endanwender davon nichts merken. Das User Interface des Unternehmensportals z.B. sollte einheitlich gestaltet sein, damit der Nutzer seine Bedien-Gewohnheiten beibehalten kann.

     

    3. Warum sind Integrationslösungen der richtige Weg?


    In der Umsetzung von IT Initiativen geht es heute auch um möglichst geringe Kosten und vor allem, um eine schnelle zeitlibche Umsetzung. Natürlich können Sie die jeweiligen Stärken bzw. Funktionen der beiden Plattformen in der jeweilig anderen durch kundenindividuelle Speziallösungen umsetzen. Aber in den wenigsten Anwendungsfällen ist dies auch betriebswirtschaftlich sinnvoll. Mit der btexx Integrationslösung benötigen Sie z.B. nur 2-3 Tage für die technische Verbindung der eiden Systeme.

     

    4. Wie gestaltet sich ein Integrationsszenario ganz konkret? Was ändert sich aus Anwendersicht?

    Für den Anwender wird es wieder einfacher. Er muss nicht mehr über das „Zugangswissen“ verfügen, sondern nutzt einfach sein Unternehmensportal auf Basis von SAP. Hinter einzelnen Navigationspunkten bzw. Serviceangeboten im Portal verbergen sich dann aus technischer Sicht SharePoint Funktionen wie z.B. Team- oder Gruppenkalender, Dokumentenablagen, Medienbibliotheken oder Aufgabenlisten. Diese werden aber immer Kontext der jeweiligen Aufgabe dargestellt.

    Nutzt der Anwender z.B. die CRM Funktionen im Portal, so lässt sich durch SharePoint Integration ganz einfach ein Diskussionsforum zu einem speziellen Kundenvorgang hinzuschalten. Diese kontextbasierte Kollaboration bietet im Rahmen von Geschäftsprozessen deutliche Vorteile gegenüber dem Prozess losgelöster Szenarien.

     

    5. Welche Produkte und Leistungen bietet btexx, die ein solches Integrationsprojekt erfolgreich machen? – Können Sie ein Kundenbeispiel nennen?

    Als Portal Experten implementieren wir seit nunmehr 8 Jahren erfolgreich moderne Unternehmensportale und verfügen über Erfahrungen aus mehr als 200 Projekten. Diese Erfahrung fließt natürlich in unsere Produkte ein. Mit unserem Produkt „btexx MOSS Integrator“ bieten wir ein echtes Out of the box-Produkt für die Integration von Microsoft SharePoint in das SAP Portal. Alle typischen technischen „Herausforderungen“ einer Integration haben wir damit bereits für unsere Kunden gelöst, wie z.B. Single Sign On oder automatisierte Einbindung der SharePoint Integration in die Navigation des SAP Portals.

     

    Unser langjähriger Kunde, die Ferrostaal AG, konnte sich mit unserem Produkt damit zum Beispiel wesentlich mehr auf die eigentliche Projektumsetzung konzentrieren als sich mit technologischen Problemen der Integration auseinanderzusetzen. Das hohe Kundeninteresse hat uns auch darin bestärkt, weitere Collaboration Plattformen an das SAP Portal anzubinden. So arbeiten wir zum Beispiel gerade an der Integration der in den USA sehr erfolgreichen Social Software Plattform Jive (www.jivesoftware.com) in das SAP NetWeaver Portal. Solche Integrationstechniken sind einfach zwingend notwendig. Ansonsten entwickeln sich sogenannte „Wissensinseln“ und keine echten Enterprise 2.0 Unternehmensportale.

     

    Sie möchten mehr über die Integration von SharePoint-Inhalten in das SAP NetWeaver Portal erfahren? - Das btexx Portal Team berät Sie in allen Fragen rund um mögliche Integrationslösungen.

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    Autor
    • Markus Marenbach
      Markus Marenbach

      Als Experte im Bereich „Infrastruktur für Wissensarbeiter“ beschäftigt sich Herr Marenbach seit mehr als 10 Jahren mit innovativen Lösungen in diesem Feld. Neben der Konzeption von Unternehmensportalen bildet dabei die Nutzung von Enterprise 2.0 Techniken den Schwerpunkt der Arbeit.

    Herausgebende Organisation