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Kolumne: SCM evolution - vom Spreadsheet zu ganzheitlichen Supply Chain Lösungen

J&M Management Consulting AG
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Beschreibung
Wissen Sie heute, was in Ihrer Supply Chain gerade los ist? Wo bleiben Aufträge liegen, weil sie nicht beliefert werden können? Wo entstehen gerade Bestände, für die es keinen aktuellen Bedarf gibt? Dr. Michael Keppler von ICON-SCM über innovative Supply Chain Modelle.Dies sind vermeintlich einfache Fragen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Viele Firmen operieren nach wie vor in Abteilungssilos. Von einer übergreifenden Planung oder gar Optimierung bei verteilter Produktion, Beschaffung und Distribution ist keine Rede. Die zunehmende Komplexität der Supply Chains in Verbindung mit der wachsenden Nervosität und Kurzlebigkeit der Märkte bringt zusätzliche Probleme für die Transparenz, die Planbarkeit und die erforderliche Agilität im unternehmerischen Alltag. Firmenübergreifende Lösungen zur Schaffung von Transparenz und zur Entscheidungsunterstützung in Supply Chains sind jedoch kaum etabliert. 
 
 
 
Am häufigsten wird mit Spreadsheets, E-Mail und Telefon geplant.  Die Gründe liegen auf der Hand: Geringer Initialaufwand, Anpassbarkeit an die individuellen Bedürfnisse, hohe Flexibilität. Bei genauem Hinsehen wird jedoch klar, dass dies gar keine Lösung des Problems darstellt. Spreadsheets werden meistens aus Sicht einer Stufe in der Kette erstellt und umfassen nur ein bis zwei Stufen. Von einer integrierten Sicht auf die gesamte Kette kann keine Rede sein. Die Datenversorgung aus den operativen Systemen ist ohne Datenbank nicht möglich. Die in den Spreadsheets umgesetzten Optimierungsverfahren sind abhängig von der individuellen Expertise der Planer und häufig nicht state-of-the-art. 
 
Alternativen sind komplexe und „schwere“ Optimierungslösungen, die häufig auf Ansätzen des Operations Research basieren. Das Motto von Anbietern solcher Systeme lautet: „Gib mir deine Daten, dann sage ich dir, was du machen sollst.“ Dahinter steht die Überzeugung, dass man auf Basis der Datenlage optimale Entscheidungen treffen kann, die die Planer und Disponenten nur noch auszuführen brauchen. Dies funktioniert aber in vielen Situationen nicht zufriedenstellend:
 
     1. Die Planer empfinden das System als „Black Box“, sie trauen den Planungsergebnissen nicht und 
         umgehen diese. 
 
     2. Bei komplexen und detailreichen Planungsmodellen dauern Planungszyklen sehr lange, die 
         Ergebnisse sind schwer nachvollziehbar und nur kurze Zeit aktuell, da sich ständig Parameter des  
         Modells ändern. Vereinfacht man das Modell, werden die Planungsergebnisse stabiler und leichter 
         nachvollziehbar, aber auch ungenauer. 
 
     3. Auch in etablierten Supply Chain Planungs- und Optimierungssystemen gibt es funktionale Lücken. 
         Bspw. sind viele Systeme nicht in der Lage, Bedarfselemente in der Kette so zu strukturieren, 
         dass bei Engpässen gute Allokationsentscheidungen getroffen werden können.
 
     4. Die Beherrschung komplexer Optimierungssysteme erfordert einen hohen Ausbildungsstand der 
         Systembetreuer und der Planer; insbesondere OR-Kenntnisse sind erforderlich, um 
         Optimierungsverfahren an geänderte Randbedingungen anzupassen.
 
Beide Lösungen – Spreadsheet- und klassische Optimierungssysteme – stammen aus Zeiten, als SCM noch als Angelegenheit eines Unternehmens angesehen wurde. Dies genügt heute nicht mehr. Heutzutage müssen Marktführer in der Lage sein, die Bedarfs- und Supply-Situation im Netzwerk schnell zu überblicken, intelligente Entscheidungen über die Zuordnung von Supply zu Demand schnell zu treffen, Vorschläge für die Nutzung von Ressourcen (Kapazität, Bestand) zu machen und zuverlässige Liefertermine für ihre Kunden auszurechnen. Drei Eigenschaften sind dabei entscheidend:
 
     1. Das System muss dem Planer Transparenz über alle Stufen des Netzwerks geben, damit er die  
         Planungsergebnisse nachvollziehen kann und „Herr des Geschehens“ bleibt.
 
     2. Alle Stufen des Netzwerks müssen in einem System repräsentiert sein, damit Material- und 
         Informationsflüsse über alle Stufen hinweg und für alle Stufen optimiert werden können.
 
     3. Änderungen in der Situation der Supply Chain – repräsentiert durch neue Informationen über 
         Bedarf, Bestände, Kapazitäten, etc. – müssen schnell in den Plan eingearbeitet und die neuen 
         Entscheidungen im Netzwerk publiziert werden.
 
Ein Beispiel für ein solches schlankes, integrierendes System stellt SAP Supply Chain Response Management dar. SAP SCRM ist Teil der SAP SCM-Suite und ergänzt die übrigen Systeme der SAP SCM-Suite um verbesserte Transparenz in komplexen Liefernetzwerken, schnelle What-If-Analysen, kurzfristige Neuplanung nach Änderungen, Master Scheduling Funktionalität über alle Stufen des Netzwerks hinweg und erweiterte Allokationsplanungsmöglichkeiten.
 
Jedoch gibt es in vielen konkreten Situationen praktische Probleme, die einem erfolgreichen Einsatz einer SCRM Lösung entgegenstehen. In Projekten finden wir immer wieder
 
     1. dass die verantwortlichen Planer und Disponenten bereits einfache Dispositionsprinzipien sowie 
         Regeln des Bestandsmanagements nicht beherrschen und
 
     2. dass keine klare Verantwortung in der Supply Chain für das Supply Chain Management existiert.
 
Fazit: Bei vielen Unternehmen besteht Bedarf an neuen Betriebs- und Integrationskonzepten für globale Supply Chains. Für einige bieten in Zukunft verstärkt Cloud-basierte Lösungen bzw. Supply Chain as a Service Modelle vielversprechende Möglichkeiten.    
 
Über den Autor:
Dr. Michael Keppler, Gründer von ICON-SCM (www.icon-scm.com), arbeitet gemeinsam mit J&M Management Consulting und dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT) an ganzheitlichen und zukunftsfähigen Konzepten für den Betrieb schlanker, integrierender Planungslösungen für Supply Chains. 
 
 
Weitere Informationen: Sarah Dreps, J&M Management Consulting, 
Telefon +49 (0) 621 12 47 69 – 0 oder per E-Mail s.drepsjnm.com
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  • J&M Management Consulting AG
    J&M Management Consulting AG

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