Für den Aufbau einer Serviceorientierten Architektur (SOA) gibt es unterschiedlichste Szenarien, angesiedelt irgendwo zwischen Top-Down (architekturgetrieben) und Bottom-Up (projektgetrieben) – letztere oft durch die Notwendigkeit motiviert, schnelle Integrationserfolge zu erzielen. Dem gegenüber steht die Notwendigkeit, ein geordnetes Serviceportfolio nachhaltig aufzubauen und eine vorhandene Legacy-Architektur planmäßig in eine SOA überzuführen. Daraus ergibt sich eine Verbindung zwischen Enterprise Architektur und SOA-Management als inzwischen allgemein anerkannte Notwendigkeit.
Ein architekturgetriebener SOA-Aufbau verfolgt i.d.R. das Ziel, IT-Funktionalität im größeren Maßstabe durch SOA-Services zu realisieren. Sobald er sich diesem Ziel tatsächlich nähert, ergibt sich damit die Notwendigkeit, eine große Anzahl von Services mit ihrem Lebenszyklus und ihrer Beziehung sowohl untereinander als auch zum Rest der Architektur zu managen. Vorbedingung für einen nachhaltigen Erfolg ist hier eine entsprechende Vorbereitung der verantwortliche Organisation und auch ihre Toolunterstützung.
SOA-Management im weiteren Sinne geht über den Rahmen von Architekturplanung und Architekturmanagement hinaus und umfasst auch das operationale Management von SOA-Services auf der produktiven Plattform sowie (bei entsprechendem Geschäftsmodell) u.U. auch Design und Entwicklung der dazu gehörigen Artefakte. Der vorliegende Artikel geht auf diesen erweiterten Anwendungsbereich nicht ein, betrachtet wohl aber die entsprechenden Schnittstellen, die für ein durchgängiges Management erforderlich sind.
Das nachfolgend dargestellte Konzept wurde seit Anfang 2008 bei T-Systems entwickelt und steht damit natürlich im Zusammenhang mit der spezifischen Situation des Unternehmens.
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.


