Social Search – Worum geht es eigentlich?
Im Grunde geht es darum, dass die beiden großen Suchmaschinenanbieter Google und Microsoft versuchen, ihre Suchergebnisse mit thematischen passenden Inhalten aus Social Networks wie Facebook und Twitter anzureichern und damit für den Suchenden relevanter zu machen. Microsoft ging dazu schon vor längerem eine Partnerschaft mit Facebook ein, während Google sich zuletzt stark an Twitter annäherte.
Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?
Gerade die Zusammenarbeit von Microsoft und Facebook scheint hier auf den ersten Blick besonders erfolgsversprechend zu sein, denn Google wird von Facebook komplett ausgeschlossen, weshalb Microsoft dies gezielt zu seinem Vorteil nutzen will um Google Marktanteile abzuringen.
Problemfelder?
Nun, eines dürfte soweit klar sein. Es handelt sich dabei primär um eine enorme Ansammlung von Daten. Es werden von den beteiligten Unternehmen noch mehr Nutzerdaten angehäuft und so noch exaktere Nutzerprofile erstellt. Natürlich werden dadurch die Suchergebnisse relevanter. Gleichzeitig wird aber auch die Werbung deutlich personalisierter auf die User zugeschnitten, was aus Sicht der Werbetreibenden natürlich erfreulich, aus Sicht vieler Nutzer und v.a. der Datenschützer sicher als problematisch eingestuft wird.
Was wurde bisher umgesetzt?
In Deutschland ist bisher noch nicht alles zu sehen, was in Sachen “Social Search” umgesetzt und getestet wurde. Los ging es damit, dass Facebook unter den Suchergebnissen „Suchergebnisse aus dem Web“ mit listete, welche direkt von Bing mit eingespielt wurden. Dieses Feature war anfangs nur in den USA live, später auch in einigen europäischen Ländern, darunter UK und auch Deutschland. Inzwischen ist davon nichts mehr zu sehen, was mitunter auch daran liegen mag, dass die Facebook-Suche nach wie vor primär als Navigationsinstrument von den Usern eingesetzt wird. Die Facebook-User adaptierten ihr Suchverhalten auf der Plattform offensichtlich nicht in der gewünschten Weise.
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