Felix Höger
25.09.2012

Software as a Service (Saas): Die Wurzeln von SaaS

Meinen, sie hätten den belämmerten Blick von berufswegen gepachtet – und pfeifen darum auf den Duden und seine Etymologie. Es war einmal: Software as a Service (SaaS) … Kunst kommt von Können, Qualität von Qual und belämmert von Lamm? Nun, während die Etymologie des Kunst-Aphorismus stimmt – dem Wort „können“ liegt das althochdeutsche Wort für „können, wissen verstehen“, nämlich „kunnan“ zugrunde – sind die Etymologien von „Qualität“ und „belämmert“ zwar nicht korrekt, aber doch irgendwie passend. Kurzum: Etymologien – richtige wie falsche – sind interessant, man könnte sich stundenlang darüber unterhalten. Deshalb kann sich der, der hier auch nur ein paar „Wissensbrocken“ besitzt, als Intelligenzbestie profilieren. Ähnlich verhält es sich mit Historien. Wer in etwa weiß, wie sich was auch immer woraus entwickelt hat, der findet schnell eine interessierte Zuhörerschaft. Damit Sie beim nächsten IT-Businessdinner mit Detailwissen zu einem hochaktuellen Thema wie „Software as a Service“ (SaaS) glänzen können, empfiehlt sich dringend die Lektüre über die Herkunftsgeschichte von SaaS. Lesen Sie also unbedingt den zweiteiligen Blog-Beitrag des SaaS-Forum-Gründers und Betreibers Werner Grohmann: „Vom Hype zum Service: Die Geschichte des deutschen SaaS-Marktes (Teil 1/2: 2000 bis 2007) und „SaaS in Deutschland: Entwicklung 2007 bis heute (Teil 2/2)“ … Citrix greift nach der Wolke Es sind zwar noch 96 Tage bis Silvester, trotzdem dürfen wir Ihnen an dieser Stelle bereits verraten, woher eigentlich der Silvester- respektive Neujahrswunsch „Einen guten Rutsch!“ kommt. Diese Redewendung hat nämlich ursprünglich nichts mit dem deutschen Wort „rutschen“ zu tun, sondern geht, so wird vermutet, auf das hebräische „Rosch ha-Schanah“ zurück, was Anfang des Jahres (wörtlich „Kopf des Jahres“) heißt. Damit wünschen wir uns also mit dem guten Rutsch eigentlich einen „guten Anfang“. Mit diesem Detailwissen dürften Sie für die Silvesterparty 2012 bestens gewappnet sein und wir können noch einmal zur IT- beziehungsweise SaaS-Historie von Werner Grohmann zurückkommen: Darin finden auch die heute führenden SaaS-Anbieter Erwähnung. Darunter Citrix. Aktuell gilt das Unternehmen als einer der renommiertesten Virtualisierungsspezialisten und möchte, wie könnt’s anders sein, zu einem der führenden Cloud-Anbieter mutieren. Was Citrix in Sachen Cloud Computing im Einzelnen vorhat, verriet unlängst Citrix-CEO Mark Templeton seinen Kunden und Partnern auf dem „Synergy“-Kongress in San Francisco. Im „Computer Reseller News“-Beitrag „Citrix positioniert sich als Cloud-Anbieter“ erfahren Sie mehr … SAP: Keine (!) Cloud-Unternehmen-Einkaufsstrategie Nicht zuletzt zeigt der Grohmann’sche SaaS-Rückblick, seit wann traditionelle Softwarehersteller wie SAP, Oracle oder Sage eigentlich im SaaS-Geschäft sind, nämlich erst seit 2007, und zwar in Reaktion auf den SaaS-Markteintritt von Google, Apple oder Amazon. Vielleicht ist von der Kürze der Zeit her – was sind schon 5 Jahre? – zu verstehen, dass sich SAP und Oracle ihr SaaS- beziehungsweise ihr Cloud-Know-how mit der Akquisition von Unternehmen erwerben müssen, die als SaaS- respektive Cloud-Experten gelten? Bei der Wolkenanbieter-Shopping-Tour hat SAP im Vergleich zu Oracle derzeit die vollere „Einkaufstasche“. Denn dorthinein „plumpste“ jetzt für 4,3 Milliarden Dollar der Cloud-Spezialist Ariba. Allerdings bekräftigt SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe: „Unsere Strategie ist es nicht, Unternehmen zu übernehmen“, vielmehr wolle SAP mit eigenen Ideen wachsen und sei mitnichten auf großer Einkaufstour. Ah ja?! Das glauben wir genauso sehr, wie dass Qual von Qualität und belämmert von Lamm kommt, nicht wahr? J Mehr über die Ariba-Übernahme durch SAP lesen Sie im „Welt Online“-Beitrag „SAP rechtfertigt Cloud-Milliardenzukauf als Riesenchance“ … PS: Qualität kommt übrigens vom lateinischen „qualitas“ = die Beschaffenheit. Und „belämmert“ hat seine Wurzeln im niederdeutschen „belämmern“ = hindern, hemmen.

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