Gemeinsam Lösungen finden
mit Kompetenz werben

Registrieren
Filtern
Objektbezogen nach Kategorien:
Nach Themen / Centern:
Nach Branchen:
Nach Regionen:
Nach Kategorien:
Weiterleiten
Anzeige
 

Cloud Computing – die Herausforderungen

Carlo Velten
Kompetenzindex:
100%
Als eigenen Kontakt hinzufügen
Zu Interessen/Lesezeichen hinzufügen
Empfänger kann keine Nachrichten empfangen
Empfehlung versenden
Positiv bewerten
Eigentumsrechte für Bearbeitung beantragen
[#hidden_actions_html#]
Herausgebende Organisation
Beschreibung
Nach Meinung der Experton Group lässt der Cloud Computing Hype der Anbieter bei den Anwendern noch eine Weile auf sich warten, denn für Service Computing in großem Umfang fehlt es sowohl noch an entsprechenden Mitarbeitern als auch an Prozesselementen. Manche Organisationen setzen zwar externe Clouds ein, doch die meisten großen IT-Abteilungen werden versuchen, den internen Betrieb auf privaten Clouds laufen zu lassen, eventuell ergänzt durch externe Cloud-Applikationen bzw. Facilities. Doch ein solcher Wechsel erfordert neue Prozesse und Personal für den Betrieb mit anderen Fähigkeiten und Skills als bisher üblich. Es gilt zu verstehen, welche Auswirkungen groß ausgelegte Service Computing Umgebungen haben, und dann eine entsprechende Implementierungsstrategie aufzusetzen, die auch Roadmaps für die Kultur und die Skills, die für Rechenzentrumsmitarbeiter, aber auch für betriebswirtschaftliche und operative Supportsystemprozesse erforderlich sind, umfassen.
  • Die großen Hard- und Softwareanbieter, aber auch Cloud Service Provider preisen derzeit die Vorteile des Cloud Computings an und wie ihre Angebote Firmen schnell zu erheblichen Business- und finanziellen Vorteilen verhelfen können. Doch die Implementierung dieser Lösungen geht oft mit nachhaltigen Auswirkungen auf den IT-Betrieb sowie die Leistungsfähigkeit bzw. die Skills des Betriebspersonal einher.
  • In den Visionen der Anbieter für einfaches Cloud Computing in großem Stil geht es um interne Systeme mit tausenden von virtuellen Maschinen und unter Umständen Petabytes an Speicherkapazität in Cloud-Umgebungen, die alle über Netzwerk-Clouds miteinander verbunden sind. Doch das Management solcher Umgebungen wird sich wohl als komplexer herausstellen. Prozesse wie z.B. Change und Incident Management sind in solchen Umgebungen viel komplizierter als mit den heute üblichen verteilten Systemen; auch das Sicherheitsproblem wird sich verschärfen. Damit die Applikations­verfügbarkeit nicht beeinträchtigt wird, sollten Best Practice Prozesse aufgesetzt und ein hoher Automatisierungsgrad erreicht sein, bevor man sich daran macht, interne Clouds aufzubauen, die mehr Prozess-Handling und Automatisierung erfordern.
  • Der Rechenzentrumsbetrieb wird durch die Implementierung von Service Computing einem zweiseitigen Problem ausgesetzt – dem Bedarf an neuen operativen Skills und Fähigkeiten der Administratoren einerseits bei gleichzeitig weniger gut ausgebildetem, wechselndem Personal andererseits. Auch steht zu erwarten, dass so mancher Administrator im Rechenzentrum Angst hat, dass aufgrund der höheren Automatisierung, Konsolidierungsmaßnahmen und Self-Service Provisioning sein Job gefährdet ist. Deshalb sollte der derzeitige Stand im Hinblick auf das operative Personal, operative Roadmaps und die Zielumgebung einer Analyse unterworfen und darauf aufbauend entschieden werden, wie die operativen Anforderungen der nächsten fünf Jahre am besten angegangen werden können.

Fazit: Die IT-Verantwortlichen müssen zunächst einmal die Engpässe beim Personal und bei den Prozessen in den Griff bekommen, die im Zusammenhang mit Service Computing Umgebungen entstehen. Erst dann können neue Technologien voll und effektiv eingeführt werden. Diese Herausforderungen zu lösen wird mindestens zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen, was wiederum impliziert, dass der „Beschleunigungspunkt“ im Hinblick auf die Implementierung der nächsten Processing-Welle noch drei bis vier Jahre auf sich warten lässt. Jetzt steht es an, Pläne für Service Computing Umgebungen zu erstellen sowie Regelwerke, Raodmaps und Strategien zu entwickeln, um den Implementierungserfolg zu gewährleisten. In Zusammenarbeit mit strategischen Anbietern müssen Pilotprojekte aufgesetzt werden, mit denen man Erfahrungen sammeln und lernen kann. Außerdem muss die IT-Seite sich auch um entsprechende Geschäfts- und Finanzmodelle für Service Computing kümmern und sich für diese Modelle und die geplante Strategie die Unterstützung der Geschäftsseite sichern, bevor sie von der Markthysterie mitgerissen werden. Bis dahin werden die meisten Unternehmen Cloud Computing sehr selektiv angehen (z.B. vertikale SaaS-Angebote) und eher taktisch einsetzen (z.B. wegen geforderter schneller Markteinführungszeiten).

Dialog
 
Ihr Beitrag zu Cloud Computing – die Herausforderungen
Publizieren

Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

Webseite externer Beitrag
Autor
  • Carlo Velten
    Dr. Carlo Velten

    Dr. Carlo Velten ist bei der Experton Group AG als Senior Advisor tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf der Beratung von IT-Anwendern und -Anbietern zu den Themen Social Media, Enterprise 2.0, Semantic Web, Cloud Computing und Suchtechnologien. Zudem berät Carlo Velten Beteiligungsgesellschaften bei der Auswahl, Bewertung und Management von ...

Herausgebende Organisation