Konstruktive Aggression macht scharf!
Unser Berufsleben ist gespickt mit Wettbewerb und Konkurrenz. Wie oft hatten Sie schon eine gute Idee, die im Meeting wortgewandt auseinander genommen wurde? Wie oft sind Sie schon aus einem Gespräch herausgegangen und haben gespürt, dass Sie letztlich über den Tisch gezogen wurden? Unsere Geschäftspartner sind leider nicht alle Gutmenschen. Ein Beispiel gefällig? Nehmen Sie den hochbegabten Lebensmittel-Chemiker, der vertrauensvoll darauf hofft, dass die Vorgesetzten endlich seine breit gefächerten Führungsqualitäten erkennen, ihn aus dem Laborleben befreien und in elitärere Zirkel katapultieren, wenigstens aber zum Leiter des Forschungslabors bestellen.
Aber nicht einmal das geschieht. Das hat auch mit dem Selbst-Marketing des Mannes zu tun, denn er hat seine Ambitionen bis dato niemandem verraten und von alleine kommt keiner seiner Chefs darauf. Der Mann leidet unter dem Dornröschen Syndrom. Er möchte in seiner Qualität von der Leitung erkannt und um im Bild zu bleiben - wach geküsst werden. Aber auch das geschieht nicht, denn man ist ja mit ihm im Labor sehr zufrieden, weil er dort den Laden schmeißt. Seine hervorragenden Laborleistungen führen dazu, dass seine Chefs seinen Status dort zementieren: „never change a winning team!“ Diese Berufsrealität nagt an seiner Psyche und er ist nicht in der Lage hier selbständig Anstöße zu geben. Das frustriert. Diesen Frust spüren übrigens auch Kollegen und Vorgesetzte, die sich in folgender Einschätzung einig sind: Für höhere Aufgaben ist der Mann nicht geeignet. Er scheint ja schon jetzt am Limit zu sein ...
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