Das Unternehmen wird mit seinem bislang erfolgreichen Geschäftsmodell nur schwer weiterwachsen können. Experten erklären, warum Apples Börsenkurs mittelfristig fallen muss.
Bonn, 19. April 2011 – Wenn schon angesehene Börsenanalysten Apple-Aktien herabstufen, hat das wohl etwas zu sagen. So geschehen vor ein paar Wochen, als Alex Gauna von JMP Secruities selbige Aktie von ‚market outperform‘ auf ‚market perform‘ zurückstufte. Nach dieser Bewertung ist das Papier also nur noch eine mittelmäßig gute Geldanlage (dpa, 16.03.11). Geht es jetzt bergab für das Unternehmen? Auch Dr. Ekkehard Stadie und Friederike Gettmann von der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners glauben an eine schwächere Entwicklung in den nächsten Jahren. Die Marketingexperten sehen vor allem strategische Fehler und Versäumnisse des Giganten, die sich künftig schlecht auf die Unternehmensentwicklung auswirken könnten. „Wenn man in einigen Jahren auf Apples Börsenkurs zurückblickt, wird der Launch des iPad2 vermutlich zeitgleich zusammenfallen mit dem Ende der Apple-Börsen-Erfolgsgeschichte“, so Stadie. Der Berater begründet seine Feststellung wie folgt: „Apple hat seine korrespondieren Produkte iPhone und iPod mit erfolgreichem Marketing, überlegenem Design und unübertroffenem Nutzungserlebnis zu einem extrem erfolgreichen Geschäftsmodell entwickelt. Der Erfolg des iPad ist groß, hat aber Wettbewerber auf den Markt gerufen wie zunehmend auch beim Bestseller iPhone. Der bislang unglaubliche Börsenerfolg wirft die Frage auf, ob in puncto Wachstum nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist.“ Hierfür sprechen aus der Sicht von Stadie und Gettmann drei Gründe: Fehler in der Segmentstrategie, im Pricing und im Geschäftsmodell.
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