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Handelspreise treiben den Wettbewerb im deutschen Gasmarkt

PA Consulting Group GmbH
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Ansprechpartner Karsten Groß
Herausgebende Organisation
Beschreibung

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

auch 2010 hat PA Consulting Group wieder eine Studie zum Wettbewerb im Gasmarkt in Deutschland durchgeführt - bitte finden Sie anbei die Presseinformation zu den wesentlichen Ergebnissen:

Handelspreise treiben den Wettbewerb im deutschen Gasmarkt

Seit nunmehr vier Jahren führt PA Consulting Group regelmäßig Befragungen zur Entwicklung des Wettbewerbs im deutschen Gasmarkt durch. Dabei wurden stets Regionalversorgungsunternehmen und Stadtwerke zu Gasbeschaffung und -vertrieb befragt.

“Heute stellen börsennotierte Preise eine feste Größe in der Energiebeschaffung regionaler Gasversorger dar.” Olaf Remmler, PA Consulting Group

Seit der letzten Befragung im Frühjahr 2009 hat sich der Gasmarkt erneut weiterentwickelt. Die Anzahl der Marktgebiete wurde weiter reduziert, die Bedeutung von Handelspreisen hat zugenommen, viele Versorger sind in neue Märkte eingetreten.

Handelspreise sind heute wichtiger als das Anlegbarkeitsprinzip bei der Preisgestaltung neuer Lieferverträge
Der heutige Absatzmarkt hat sich bereits von dem historischen Standard der Ölpreisbindung weg bewegt. Das Anlegbarkeitsprinzip verliert an Bedeutung, bleibt aber immer noch ein gebräuchliches Instrument der Preisbildung. Die Bedeutung von Termin- und Spotmarktprodukten hingegen hat auch jüngst wieder deutlich zugenommen, so dass man inzwischen von einer dominierenden Rolle der Handelspreise sprechen kann. Die Ergebnisse der aktuellen Studie im historischen Vergleich belegen, dass das Anlegbarkeitsprinzip heute erstmals eine untergeordnete Rolle einnimmt. Auf der anderen Seite ermöglicht der günstige Gasbezug über Handelspunkte vielen Lieferanten, auch außerhalb des eigenen Versorgungsgebiets konkurrenzfähige Preise anzubieten, was den Wettbewerb antreibt.

Handelsprodukte schaffen zunehmend Transparenz in der Preisgestaltung
Die Regionalversorger und Stadtwerke sehen besonders in der Art der Produkte und der Entwicklung der Handelsplattformen eine Annäherung des Gasmarktes an den Strommarkt. Die Preisbildung über Börsen ermöglicht gerade für Sondervertragskunden eine bisher nicht erlebte Transparenz. Industrielle Abnehmer können Preise vergleichen. Die Gasversorger können also bei ihren Stammkunden nicht mehr mit althergebrachten Preismodellen überzeugen, sondern müssen sich Wettbewerb, neuen Preismodellen und transparenten Preisen stellen.

Die Kosten für Flexibilität sind hoch
Die Beschaffung über Handelspreise erfordert auch veränderten Umgang mit Flexibilität. Bereits geringe Abweichungen von Jahresabnahmemengen werden bei Geschäften mit Handelsprodukten zu Risikoposten. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass traditionelle, flexible Beschaffungsarten, die Spielraum in der Jahresmenge ohne Preisanpassung zulassen, weiterhin als attraktiv angesehen werden. Aber die Flexibilität hat ihren Preis: 47 Prozent der befragten Unternehmen beurteilten die Kosten für die Toleranz in flexiblen Verträgen als hoch. Das Streben nach Flexibilität und die zeitgleiche Popularität von Festpreiskontrakten müssen sich nicht widersprechen. Herausforderung ist vielmehr der adäquate Umgang mit der neuen Situation am Gasmarkt.

Zusammenfassung
Der Wettbewerb im Gasmarkt hat neue Dynamik gewonnen. Regionalversorger und Stadtwerke müssen die Chance nutzen, ihr Beschaffungsportfolio "vertriebsfähig" zu gestalten. Der Zugang zu Handelspunkten und die Veränderung der Preisbildung - auch für Flexibilität - sind dabei entscheidende Aspekte. Dass das nicht immer so war, zeigt der abschließende Vergleich mit den Vorjahresergebnissen: Im Jahre 2007 wurde dem Handelspreis nur wenig Beachtung geschenkt, heute ist er der „Leitindex“ für die Bepreisung von Gas. Ebenso gewann der Festpreis Jahr für Jahr an Bedeutung und ist neben den Notierungen an Energiemärkten wichtigstes Prinzip zur Bepreisung von Erdgas. Noch nie haben allerdings so viele Unternehmen (25%) eingeschätzt, dass Absatzeinbußen durch Kundenabwanderung mehr als 20% ausmachen. Insofern kann es nicht verwundern, dass ähnliche Wachstumsraten in der Erschließung neuer Märkte erwartet werden. Die detaillierten Studienergebnisse sind erhältlich auf Anforderung per E-Mail an marketing.de@paconsulting.com.

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