Integrierte Kosten- und Leistungsführerschaft als modernes Orientierungsmuster für das strategische Management
Der folgende Beitrag möchte daher anhand von Quellen der 80er und frühen 90er Jahre zeigen, dass diese Vermutungen zumindest kritisch hinterfragt werden müssen. Hierfür spricht insbesondere die Überschätzung des ökonomischen Potentials der Internet-Technologie. Unzweifelhaft kann mit ihrer Hilfe die Geschwindigkeit und Effizienz von Informationsbeschaffung und Transaktionsabwicklung entscheidend erhöht werden. Damit zusammenhängend kann dies zur Umgewichtung von entscheidenden Wettbewerbsvorteilen bzw. der Veränderungen von Wettbewerbskräften wie z.B. Verhandlungsmacht der Kunden und Lieferanten innerhalb einer Branche kommen. Die in den frühen 90er Jahren getroffenen Aussagen zur Gestaltung von Wettbewerbsstrategien bleiben in ihrem grundsätzlichen Gehalt jedoch weiterhin bestehen. Insofern ermöglichen die herkömmlichen Wettbewerbsprinzipien den Unternehmen auch im Umfeld der "New Economy" nachhaltige Vorteile.
Im einzelnen werden in dem Beitrag folgende Teilfragen beleuchtet:
A. Strategie als unternehmenspolitisches Muster des Handels in Unternehmen
Im ersten Teil des Beitrags erfolgt eine Differzierung grundlegender wettbewerbsorientierter Strategiekategorien und -typen in dem Bemühen, zunächst einen kompakten Überblick über den Stand der Entwicklung strategischer Optionen der Unternehmenspolitik zu vermitteln. Als systematischer Ausgangspunkt wird dabei die Unterscheidung von Unternehmens- und Marktstrategien gewählt. U.a. werden in diesem Kapitel die Arbeiten von Porter und der Boston Consulting Group (BCG-Matrix) skizziert.
B. Denkstrukturen, Realisiationsprinzipien und Funktionsmechanismen unternehmerischen Handelns
Im zweiten Teil des Beitrags wird zunächst aufgezeigt, dass
die Denkstrukturen den Porterschen Strategien entsprechenden
Denkstrukturen des "Betriebs- und Marktdenken" eine lange Tradition in der deutschen Betriebswirtschaft aufweisen. Dann werden in diesem Kapitel vor allem für die von Porter skizzierten Strategien bzw. die erläuterten Denkstrukturen konkrete Realisiationsprinzipien aufgezeigt, so z.B. die Kostendegression durch Lerneffekte für die Kostenführerschaft. Zuletzt wird erläutert, wie durch welche Funktionsmechanismen die strategische Prägung des unternehmerischen Handelns erfolgt.
C. Stabilitätspolitische Risiken der Wirksamkeit des strategischen Denkens und Handelns
Im dritten Kapitel werden Risiken verschiedener Strategien erläutert, u.a. übergreifende Immitations- und Innovationsrisiken, Risiken der Kostenführerschaft und Risiken der Differenzierung.
D. Konzept der integrierten Kosten- und Leistungsführerschaft
Entscheidend ist schließlich die letzte, aus den vorherigen Erläuterungen resultierende Forderung des Beitrags nach der Integration der Porterschen Strategiekonzepte zu einer integrierten Kosten- und Leistungsführerschaft.
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