Das Marktpotenzial für Kontraktlogistik in Deutschland wird auf 45,5 Mrd. EUR geschätzt, es ist jedoch erst zu ca. 20% erschlossen. Ein signifikanter Teil dieses Marktpotenzials entfällt auf die Fremdvergabe innerbetrieblicher Logistik-leistungen, üblicherweise in Form eines Betriebsübergangs an einen externen Dienstleister entsprechend der Regelungen in §613a BGB. Diese Form der Kontraktlogistik ist besonders signifikant, da die wenigsten Unternehmen tatsächlich über logistische Kompetenz verfügen und somit beträchtliches Optimierungspotenzial vorhanden ist. Logistik an sich ist keine wertschöpfende Funktion und kann durch spezialisierte Dienstleister oftmals wesentlich preiswerter bei gleichzeitig besserer Qualität abgewickelt werden.
So berechtigt diese Bedenken auf den ersten Blick scheinen, sollten sie in der Praxis jedoch eher als Ansatzpunkte für eine korrekte Vorgehensweise gesehen werden, anstatt als Gründe, auf eine Fremdvergabe mit den zugehörigen Optimierungspotenzialen zu verzichten.
Mögliches Leistungsportfolio bei der Fremdvergabe von logistischen Dienstleistungen
Logistik bedeutet Verfügbarkeit. Sie gewährleistet den reibungslosen Ablauf der betrieblichen Kernprozesse, indem sie die erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung stellt und Halbfertig- bzw. Fertigerzeugnisse ihrer weiteren Verwendung zuführt. Eine wesentliche Bedeutung bei der Erfüllung dieser Aufgaben kommt der Verarbeitung und Bereitstellung der entsprechenden Informationen zu.-
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