Heijunka-Boards - schon wieder so ein asiatisches Zeug, wird mancher denken. Aber was bringt's? Die Montblanc-Simplo GmbH hat das Heijunka-Prinzip so weiterentwickelt, dass es nicht nur zur Nivellierung der Schreibgeräte-Endmontage dient, sondern zugleich die mehrstufigen und mehrtägigen Montageprozesse steuert.
Am Standort Hamburg fertigt die Montblanc-Simplo GmbH in Handarbeit hochwertige Schreibgeräte mehrerer unterschiedlicher, unlimitierter Produktlinien wie Meisterstück, Boheme, Starwalker und Etoile in unterschiedlichsten Modellausführungen. Zudem werden spezielle Geräteeditionen in limitierter Auflage mit Stückzahl zwischen einem einzigen Unikat und mehreren Tausend Stück in der Manufaktur hergestellt.
Seit acht Jahren wird die tiefgestufte Fertigung der Einzelteile und Komponenten für die unlimitierten Gerätemodelle mittels eines hybriden Kanban-Systems gesteuert. Bei dieser Kanban-Organisation erfolgt die Steuerung vor Ort mittels Kanban-Karten und Kanban-Tafeln. Der Fertigungsfortschritt wird über Scanprozesse im SAP-System nachgeführt. Diese teilweise über mehrere Regelkreisstufen reichende Kanban-Steuerungskette endet vor der Endmontage im sogenannten EMO-Lager, dem Supermarkt für die Endmontage. Diese Fertigungsorganisation der Einzelteil- und Komponentenfertigung von Montblanc hat sich seit inzwischen acht Jahren bewährt und zu deutlich geringeren Lager- und Umlaufbeständen sowie höherer Lieferzuverlässigkeit des Supermarkts für die Endmontage geführt.
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