Der Mangel an hoch qualifizierten Fachkräften trifft die Unternehmen derzeit doppelt hart, weil die besten Mitarbeiter im Zuge der Krise schnell bereit sind zu wechseln. Daher verändern die Unternehmen ihre Strategie im War for Talents. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Stepstone und der Economist Intelligence Unit, bei der rund 500 Führungskräfte in Unternehmen weltweit befragt wurden. Schlechte Aussichten, denn ohne Fachkräfte ist keine Besserung in Sicht. Wenig überraschend: Nur 18 Prozent der befragten Unternehmen schauen positiv in die Zukunft. 43 Prozent rechnen erst in ein bis zwei Jahren wieder mit einer Verbesserung der Lage, ein Viertel sogar erst in zwei bis fünf Jahren. Trotzdem sehen die meisten Unternehmen nach wie vor einen akuten, globalen Fachkräftemangel. „Selbst, wenn es in einigen Unternehmen zu Entlassungen kommt, wird es für hoch qualifizierte Personen immer einen Markt geben. Alle möchten diese Spitzenleute für ihr Unternehmen verpflichten, da sie es sind, die den Erfolg der Firma vorantreiben“, so Uli Holtz, General Manager HR International bei Microsoft, einem der teilnehmenden Unternehmen. Nur elf Prozent der befragten Unternehmer wollen in den nächsten zwölf Monaten aktiv Personal abbauen. Im Gegenteil: Der Fachkräftemangel und der damit einhergehende War for Talents ist aus ihrer Sicht nach wie vor akut. So sagen 46 Prozent der Unternehmen, die Rekrutierung und Bindung von Fachkräften wird zukünftig schwieriger, weitere 28 Prozent, dass die Situation hier unverändert schwer bleibt.
Dieser Beitrag erschien in der Personalwirtschaft 06/2009, mit freundlicher Genehmigung des Wolters Kluwer Verlags. Das Magazin für Human Resources Personalwirtschaft können Sie hier bestellen.
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